Hamburg, Corona, Kontaktdaten, Kontaktlisten, Corona-Krise, Coronavirus, Gastronomie, Weihnachtsmärkte © picture alliance/Fotostand Foto: Fotostand/K. Schmitt

Corona-Kontaktlisten: Hohe Bußgelder in Hamburg

Stand: 02.10.2020 14:10 Uhr

Hamburg nimmt die Gastronomie in der Corona-Krise stärker in die Pflicht. Ab sofort müssen gastronomische Betriebe darauf achten, dass ihre Gäste auf den Kontaktlisten keine Fantasie-Namen angeben.

Wenn die Gastwirtinnen und -wirte kein Auge auf die Listen werfen, kann es für sie teuer werden. Nach Angaben der Sozial- und Gesundheitsbehörde werden ab sofort Bußgelder zwischen 500 und 1.000 Euro fällig. Die Personalausweise ihrer Gäste müssen Gastronomiebetriebe aber auch in Zukunft nicht kontrollieren. Es geht nur darum, dass Gäste keine offensichtlich falschen Angaben machen und die Listen vollständig ausfüllen, also mit Namen, Anschrift und Telefonnummer. Auch für die Gäste selbst wird ein Bußgeld fällig, wenn sie sich nicht an die Regeln halten und dabei auffliegen. Sie müssen dann 150 Euro zahlen. Allerdings ist noch offen, wie Polizei und Bezirksämter das genau kontrollieren wollen.

Weihnachtsmärkte: Kein Glühwein im Stehen

Neuigkeiten gibt es auch zu den Weihnachtsmärkten. Für sie gilt: Alkohol darf es nur in abgetrennten Bereichen mit Sitzplätzen geben. Der Glühwein im Stehen fällt in diesem Jahr also aus. Geplant ist, wie bereits zuvor angekündigt, dass Weihnachtsmärkte unter Einhaltung von Hygieneauflagen im Freien stattfinden dürfen, sofern sich das Infektionsgeschehen nicht erheblich verschlechtert. Erteilte Genehmigungen könnten auch wieder zurückgenommen werden, wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eine Beschränkung der Besucherzahlen werde gewiss Teil der Hygienekonzepte sein, die genehmigt werden müssen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.10.2020 | 15:00 Uhr

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