Stand: 12.04.2019 06:37 Uhr

Verkehrsausschuss kritisiert unpünktliche S-Bahn

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Mehr als fünf Prozent der S-Bahnzüge in Hamburg waren im vergangenen Jahr unpünktlich.

Im Januar fuhr jede zehnte S-Bahn verspätet - im März jede zwanzigste: Im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft haben die Abgeordneten am Donnerstagabend die Unpünktlichkeit der Hamburger S-Bahn kritisiert.

Der CDU-Verkehrsexperte Dennis Thering setzt ein eindeutiges Haltesignal: "Viele Menschen bekommen verspätete Züge oder sie fallen aus. Sie kommen deshalb verspätet zur Arbeit. So wie es aktuell gerade im Hamburger Süden ist, kann es nicht weitergehen."

Kienscherf stichelt

Auch SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf riss bei seinen S-Bahn-Fahrten nach Harburg der Geduldsfaden. Statt nach jeder 20-Minuten-Verspätung einzeln eine Fahrgeld-Erstattung zu beantragen, könne man das vereinfachen. Er erneuerte den Vorschlag, den er vor Kurzem auf Twitter verbreitet hatte: "Wenn man so viele Verspätungen hat, sagt man einfach: Man macht einen Rabatt von 20 Prozent auf die entsprechenden Abokarten."

Der FDP-Verkehrsexperte Ewald Aukes verlangt noch mehr Erstattung: "Es ist natürlich schöner, dass Sie - wenn Sie mal fünf Minuten warten - zur Bahn gehen und sagen können: Ich bekomme zwei oder drei Euro zurück. Weil letztendlich sonst relativ wenig passiert."

Reise nach Berlin

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.04.2019 | 07:00 Uhr

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