Stand: 26.01.2018 16:46 Uhr

Spritzenplatz: Kompromiss vorerst gescheitert

Seit Jahren wird im Bezirk Hamburg Altona um das künftige Gesicht des Spritzenplatzes gestritten. Bislang fällt der Platz durch seine uneinheitliche Bebauung auf: ein-, zwei- oder mehrgeschossig. Und das mit ganz verschiedenen Fassaden von alt bis modern. Ein zuletzt von der SPD eingebrachter Kompromissvorschlag zur Bebauung ist am Donnerstagabend abgelehnt worden. Nun muss sich der Bauausschuss erneut damit befassen.

SPD-Kompromiss wollte Bauhöhe und Mieten begrenzen

Bei dem Streit geht es um mehrere Häuser, darunter auch ein Friseursalon. Ein Investor möchte das Haus abreißen und ein neues hochziehen, am liebsten über vier bis fünf Stockwerke. Dieses Vorhaben, das im Rahmen des Bebauungsplanes geblieben wäre, wurde vor zwei Jahren durch ein Bürgerbegehren gestoppt. Seitdem wird nach einer Lösung gesucht, mit der Anwohner und Investor leben können.

Der von der SPD eingebrachte Kompromissvorschlag sah vor eine maximale Höhe von drei Stockwerken vor und die alte Fassade sollte erhalten bleiben. Zudem sollte die Miete im Neubau nicht höher liegen als im Altbau. Dieser Kompromiss wurde Donnerstagabend von der Bezirksversammlung einkassiert und zurück in den zuständigen Ausschuss gegeben.

CDU-Experte sieht Recht auf Seite des Bauherren

Altonas CDU-Bauexperte Sven Hielscher meint: Der Bauherr kann nun leicht vor das Verwaltungsgericht ziehen, um den hohen Neubau durchzusetzen.

Anwohner haben Angst vor Gesichsverlust ihres Viertels

Der Streit um den Spritzenplatz ist hochemotional. Viele Anwohner  in Ottensen empfinden das Areal als Zentrum ihres Viertels und sind gegen Neubauten. Ihre Argumente: Angst vor einem strukturellen Wandel und steigenden Mieten.

Ottensen zwischen dörflicher Idylle und Bauwut

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 26.01.2018 | 15:00 Uhr

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