Stand: 14.05.2020 18:41 Uhr

Steuerloch wegen Corona: Was Hamburg jetzt fordert

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel spricht auf einer Landespressekonferenz im Kaisersaal im Rathaus. © dpa Foto: Daniel Reinhardt
"Die Steuerschätzung trifft uns nicht unerwartet", sagte Finanzsenator Andreas Dressel (SPD, Archivfoto).

Nach der am Donnerstag in Berlin vorgelegten Steuerschätzung reißt die Corona-Krise ein riesiges Loch in die Staatskasse: Bundesfinanzmister Olaf Scholz rechnet damit, dass Bund, Länder und Kommunen mit knapp 100 Milliarden Euro weniger auskommen müssen als noch im November vorhergesagt.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) fordert angesichts der massiven Steuereinbrüche vom Bund ein umfangreiches Konjunkturpaket. Dabei müssten die Interessen von Ländern und Kommunen von Anfang an berücksichtigt werden.

Prognose für Hamburg nach Himmelfahrt

"Die Steuerschätzung trifft uns nicht unerwartet", sagte Dressel. Die eigene Prognose will er nach Himmelfahrt vorlegen. Auf die Ausgabenbremse treten wolle er allerdings vorerst nicht. Der Einbruch der Steuereinnahmen bestätige ihn darin, dass erst einmal alles getan werden müsse, den Laden wieder zum Laufen zu bringen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.05.2020 | 20:00 Uhr

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