Stand: 22.09.2019 17:11 Uhr

Stapelfeldt: Geringere Mietpreissteigerungen

Die Hamburger Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) erwartet geringere Mietsteigerungen. Als Gründe nennt sie den kräftigen Neubau und eine von der Bundesregierung am Mittwoch beschlossene Änderung des Mietenspiegels.

Mehr Mieten werden einbezogen

Bisher errechnet sich die ortsübliche Vergleichsmiete aus den Mieten der vergangenen vier Jahre - die besonders stark anstiegen. Künftig sollen sechs Jahre in den Mietenspiegel einfließen, so hat es die Bundesregierung gerade beschlossen. Das könne sich günstig auf die Mieter in Hamburg auswirken, meint Stapelfeldt. Man gehe davon aus, dass man deutlich mehr und vor allem noch günstigere Mieten in die Erhebungen einbringen könne - und dass es in der Folge tatsächlich zu einer Dämpfung der Mietpreissteigerung komme, so die Senatorin.

Umfrage

Wohnen: Wie zufrieden sind Sie?

Ihre Meinung zum Thema Wohnen ist gefragt! NDR 90,3, das Hamburg Journal und Hamburg 1 möchten wissen: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Wohnsituation? Zur Online-Umfrage geht es hier. mehr

Seit 2011 viele neue Wohnungen

Das Bundesjustizministerium erwartet bundesweit Mieteinsparungen von rund 117 Millionen Euro schon im ersten Jahr. Auf den Hamburger Mietenspiegel wirkt sich das im November noch nicht aus. Stapelfeldt zeigt sich dennoch optimistisch. "Natürlich habe ich Hoffnung, denn wir haben ja durch das Neubauprogramm seit 2011 sehr viele Wohnungen auf den Weg gebracht, die günstige Mieten haben", so die SPD-Politikerin.

An den Mietenspiegel ist auch Hamburgs Mietpreisbremse gekoppelt.

Weitere Informationen

Hamburg will Reform des Mietrechts anschieben

Der rot-grüne Senat hat beschlossen, sich mit einer Bundesratsinitiative für ein neues Mietrecht einzusetzen. Ein Ziel: Die Mietpreisbremse soll bis 2025 verlängert werden. (03.09.2019) mehr

Mieterverein: Viele Mieterhöhungen unberechtigt

Der Hamburger Mieterverein hat Tausende Mieterhöhungen überprüft und kommt zu dem Ergebnis, dass drei Viertel unberechtigt sind. Vermieter hätten insgesamt 20 Millionen Euro zu viel gefordert. (23.08.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.09.2019 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:34
Hamburg Journal
02:14
Hamburg Journal
02:09
Hamburg Journal