Stand: 18.10.2018 19:51 Uhr

Schüsse auf Katze: Angeklagter freigesprochen

Zwei Mal ist in Hamburg-Lurup mit dem Luftgewehr auf eine Katze geschossen worden. Es war ein Nachbar, war sich die Staatsanwaltschaft sicher und klagte einen 43-Jährigen an. Der wurde allerdings am Donnerstag freigesprochen.

Tierärzte ließen Geschosse in der Katze

Die Geschosse stecken noch in "Mietzi". Die Tierärzte haben sie drin gelassen, weil die Katze gut damit leben kann. Damit stecken allerdings auch die Beweisstücke in der Katze fest.

Und so endet dieser Prozess mit einem Freispruch: Dem Angeklagten, so der Amtsrichter, sei nicht nachzuweisen, dass er mit seinem Luftgewehr auf die Nachbarskatze schoss. Er selbst hat das bestritten.

Polizei fand geladenes Luftgewehr

Der 43-Jährige will sowieso noch nie mit seinem Luftgewehr geschossen haben, behauptet er. Wieso das Gewehr dann geladen war, als die Polizei es bei ihrer Hausdurchsuchung fand, wollte der Richter wissen. Keine Antwort.

"Mietzi" war offenbar öfter in der Erdgeschosswohnung des Nachbarn, weil es dort Meerschweinchen gibt. Der Angeklagte soll einmal gesagt haben, das nächste Mal werde er die Katze abschießen. Auch das reichte dem Richter nicht als Beweis.

Strafe für verbotene Böller

Ganz ungestraft kommt der Angeklagte aber doch nicht davon. Die Polizei fand bei ihm nämlich auch verbotene Böller. Und dafür muss er nun 1.350 Euro Geldstrafe zahlen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.10.2018 | 17:00 Uhr

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