Ein Wachturm der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken

Santa Fu: Beschwerden wegen schlechter Haftbedingungen

Stand: 17.09.2021 06:32 Uhr

In Hamburg sind massive Beschwerden gegen die Haftbedingungen in einzelnen Gefängnissen der Stadt aufgetaucht. Nach Recherchen des Hamburg Journals im NDR Fernsehen berichten Inhaftierte von "katastrophalen Zuständen".

Die Insassenvertretung der JVA Fuhlsbüttel schildert in Briefen die Situation der Gefangenen in Santa Fu, wie das Gefängnis auch genannt wird. Sie liegen dem NDR vor. Darin heißt es, es werde zu wenig getan, um die Inhaftierten auf das Leben in Freiheit vorzubereiten. Wegen der Pandemie konnten sie ihre Besucherinnen und Besucher nur durch Trennscheiben sehen, sich zu berühren war nicht möglich.

Vorwurf: Zu wenig Personal

Handys seien den Häftlingen weggenommen worden, obwohl die Pandemie andauere. Darüber hinaus gebe es zu wenig Personal, um Anträge von Insassen zügig zu bearbeiten. Auch die Gewerkschaft der JVA-Beamten spricht von Personalmangel. Danach gibt es weiter Engpässe, obwohl mittlerweile mehr Mitarbeitende eingestellt wurden.

Justizbehörde weist Kritik zurück

Ein Beamter, der anonym bleiben möchte, berichtet auch von rassistischen Vorfällen in der Untersuchungshaft. Die Justizbehörde weist alle Kritikpunkte zurück. Auch seien rassistische Verhaltensweisen der Behörde "nicht bekannt" oder würden geahndet. Dass es in "Santa Fu brodele", seien nur "Spekulationen und subjektive Eindrücke".

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 17.09.2021 | 19:30 Uhr

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