Stand: 25.10.2018 20:12 Uhr

S4: Finanzierungsfragen auf der Zielgeraden

Für die Finanzierung der geplanten S-Bahn 4 von Hamburg nach Bad Oldesloe stehen nach Angaben der Hamburger Verkehrsbehörde die Eckpunkte fest. Offen sei noch die Aufteilung der Investitionen zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und dem Bund, sagte ein Behördensprecher am Donnerstag. Sie solle bis Jahresende geklärt werden. Die Bahn als Betreiber der S-Bahn hat die Kosten bislang mit gut einer Milliarde Euro angegeben.

"Bund beteiligt sich in hohem Maße"

Hamburg hofft, zusammen mit Schleswig-Holstein maximal 200 Millionen Euro beizusteuern - der Rest soll vom Bund kommen, so der Wunsch. Ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Verkehrsministeriums in Kiel berichtete von "guten Gesprächen" am Rande der jüngsten Verkehrsministerkonferenz. "Einen Durchbruch gibt es aber noch nicht", sagte er zur Finanzierung. Nach Angaben der Hamburger CDU-Fraktion, die eine Einigung bei der Finanzierung mitteilte, kommt mehr als die Hälfte der Finanzmittel aus Berlin. Nach einer Mitteilung der SPD-Fraktion, die von einer bevorstehenden Einigung schrieb, bleiben die Kosten für die Länder überschaubar: "Der Bund beteiligt sich finanziell in hohem Maße am Ausbau." Laut Hamburger Wirtschaftsbehörde soll in den nächsten Wochen eine Verkehrsstudie veröffentlicht werden.

36 Kilometer mit fünf neuen Haltestellen

Bei der S4 geht es um eine 36-Kilometer-Strecke von Hamburg-Hasselbrook über Ahrensburg-Gartenholz bis Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein). Fünf neue Haltestellen sollen entstehen, sieben weitere werden ausgebaut. Weil der Nah-, Regional- und Fernverkehr bisher dieselben Gleise nutzen, kommt es nach früheren Bahn-Angaben zu Behinderungen, Verspätungen und Zugausfällen. Daher soll die S-Bahn eigene Gleise bekommen.

Sofern sich Bund und Länder bald einigen, könnten die Bauarbeiten in zwei Jahren beginnen - dann wäre ein erster Teilabschnitt bis Rahlstedt 2025 fertig, das Gesamtprojekt 2028. Ziel ist, Pendler aus der Metropolregion besser an die Stadt anzubinden und den Hamburger Hauptbahnhof zu entlasten.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 25.10.2018 | 19:30 Uhr

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