Stand: 28.02.2019 18:38 Uhr

Registrierung: Airbnb gibt in Hamburg nach

Der Kurzzeit-Wohnungsvermieter Airbnb hat seinen Widerstand gegen das Hamburger Wohnraumschutzgesetz aufgegeben. Er fordert nun die rund 9.000 Hamburger Vermieter, die ihre Wohnungen bei dem Online-Portal anbieten, dazu auf, sich bei der Stadt registrieren zu lassen.

Bis zu 500.000 Euro Strafe

Seit Jahresanfang besitzt Hamburg eines der bundesweit schärfsten Gesetze gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Nur noch acht Wochen lang dürfen Hamburger ihre Bleibe demnach als Ferienwohnung untervermieten. Und sie müssen sich bei der Behörde registrieren lassen, sonst drohen bis zu 500.000 Euro Strafe.

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Wohnraumschutz: Die Regeln in Hamburg

Die Bürgerschaft hat Änderungen des Wohnraumschutzgesetzes beschlossen. Dabei geht es unter anderem um eine Registrierungspflicht. Hier gibt's die wichtigsten Infos der Behörde. extern

Mehr als 1.000 sind schon registriert

Der weltweit größte Online-Vermieter Airbnb hatte das torpediert, weil es sein lukratives Geschäft mit dem knappen Wohnraum behindert. Nun erklärt Airbnb, man habe seine Anbieter direkt auf die Internetseiten der Stadt weitergeleitet, wo sie schnell ihre Registrierungsnummer erhielten. Nach Informationen von NDR 90,3 haben sich bisher 1.134 Hamburger registriert.

Ab April drohen Strafen

Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) fordert dazu auch die anderen Vermieter auf. "Ab 1. April wird es ernst, dann dürfen Anzeigen für Ferienwohnungen nur noch mit Wohnraumschutznummer veröffentlicht werden", sagte Stapelfeldt. Verstöße würden hart geahndet.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 28.02.2019 | 17:00 Uhr

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