Stand: 18.09.2020 18:58 Uhr

Post-Warnstreik: Briefe und Pakete bleiben liegen

Der Warnstreik in den Zustellzentren bei der Deutschen Post wird fortgesetzt: Viele Haushalte im Norden müssen länger auf Pakete und Briefe warten. Die Gewerkschaft ver.di kündigte an, dass allein in Hamburg etwa 280.000 Briefe und 50.000 Pakete am Freitag und Sonnabend nicht ausgeliefert würden.

In Tarifverhandlungen noch weit auseinander

Ver.di fordert für die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Zudem soll es für Auszubildende eine Erhöhung um 90 Euro geben. In den bisherigen Tarifgesprächen liegen beide Seiten noch weit auseinander. Die Gewerkschaft hatte bei den bisherigen Verhandlungen den Eindruck gewonnen, dass die Post nur Einkommensverbesserungen von 1,5 Prozent anbieten wolle. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. und 22. September geplant. Die Post will dann ein konkretes Angebot vorlegen.

Aktionen im ganzen Norden

Auch andere norddeutsche Bundesländer sind betroffen: In Schleswig-Holstein werden wohl bis zu 560.000 Briefe und 80.000 Pakete liegen bleiben, in Mecklenburg-Vorpommern geht es um bis zu 440.000 Briefe und bis zu 50.000 Pakete. In Niedersachsen sind ebenfalls Streikaktionen geplant.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.09.2020 | 11:00 Uhr

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