Stand: 22.01.2019 13:06 Uhr

Polizei registriert weniger Wohnungseinbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Hamburg ist im vergangenen Jahr auf ein Zehnjahres-Tief zurückgegangen. Das geht aus Zahlen der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die NDR 90,3 vorliegen.

.

Kriminalstatistik: Weniger Einbrüche registriert

Hamburg Journal -

In Hamburg sind 2018 deutlich weniger Wohnungseinbrüche und Taschendiebstähle erfasst worden als im Vorjahr. Das geht aus der jüngsten Kriminalstatistik der Polizei hervor.

5 bei 1 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Erfolg der Soko "Castle"

Intern heißt es bei der Polizei, die Zahlen seien ein Hammer. Im vergangenen Jahr wurden 4.601 Wohnungseinbrüche registriert, 2017 hingegen noch 5.769. Vor vier Jahren waren es mit 9.006 fast doppelt so viel. Deshalb wurde damals die Sonderkommission "Castle" gegründet, die mit neuen Ermittlungsmethoden und rund 100 Beamten gegen Einbrecherbanden vorging. Mit Erfolg, denn die Zahlen sanken von Jahr zu Jahr um rund 1.500 Wohnungseinbrüche bis auf den aktuellen Stand.

Auch weniger Taschendiebstähle

Auch die Zahl der Taschendiebstähle ging zurück. Von fast 16.727 im Jahr 2017 auf 13.826 im vergangenen Jahr. Vor vier Jahren waren es noch 20.237 Taschendiebstähle. Rückläufig sind auch die Zahlen bei den Delikten Raub, Körperverletzung und Fahrraddiebstahl. Offiziell wollen Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) und Polizeipräsident Ralf Martin Meyer die Polizeiliche Kriminalstatistik in gut zwei Wochen vorstellen.

SPD: "Polizei macht einen hervorragenden Job"

Laut SPD zeigen die Zahlen, dass die Polizei einen hervorragenden Job mache. Man werde den Kurs fortsetzen und weiter in den Ausbau der Polizeiakademie und eine bessere Ausbildung investieren, heißt es. Zustimmung erhält sie von den Grünen. Die Zahlen bestätigten die erfolgreiche Zusammenarbeit der Sonderkommissionen. Auch die Fraktion der Linken spricht von einer erfreulichen Entwicklung. Die gute Präventions- und Aufklärungsarbeit der Soko "Castle" habe Früchte getragen.

Opposition: Daten nicht überbewerten

Der Polizei sei es zu verdanken, dass es weniger Wohnungseinbrüche, Taschendiebstähle, Körperverletzungen und Fahrraddiebstähle gebe, erklärte die FDP-Fraktion. Sie warnt jedoch vor einer Überbewertung dieser Zahlen. Es komme jetzt auch auf die Aufklärungsquote an. Auch die CDU zeigte sich verhalten, weil nicht alle Kriminalitätsfelder von der Statistik abgebildet würden. Sie forderte, man müsse stärker gegen Betrugs- und Cyberkriminalität vorgehen. Hier steige die Zahl der Opfer rasant. Die AfD kritisierte, die Polizisten der Sonderkommissionen würden in anderen Bereichen fehlen. Generell müsse die Politik die personellen und materiellen Voraussetzungen für eine gute Polizeiarbeit schaffen.

Weitere Informationen

Polizei-Aktion gegen Einbrüche in Wandsbek

Gemeinsame Aktion gegen Einbrüche im Osten der Hansestadt: 170 Polizisten aus Hamburg und Schleswig-Holstein haben zusammen Straßen und Wohngebiete kontrolliert. (19.01.2019) mehr

Hamburg schickt mehr Polizisten auf Streife

In Hamburg sollen 100 Polizisten zusätzlich in den Stadtteilen Streife laufen. Die unbewaffneten Angestellten sollen sich vor allem um Falschparker und Wildpinkler kümmern. (12.07.2018) mehr

Haus und Wohnung gegen Einbruch sichern

Einbrüche sind in der Urlaubszeit ein großes Problem. Doch mit dem richtigen Verhalten und moderner Sicherheitstechnik lassen sich viele Einbrecher abschrecken. (18.06.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.01.2019 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:14
Hamburg Journal

Baulärm: Will die Heilsarmee Mieter loswerden?

15.02.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal
02:33
Hamburg Journal

Marode Köhlbrandbrücke: Staus sorgen für Frust

15.02.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal
03:06
Hamburg Journal

Wirtschaftssenator Westhagemann zieht Bilanz

15.02.2019 19:30 Uhr
Hamburg Journal