Stand: 17.01.2020 15:55 Uhr

Online-Übersicht über Hamburgs Pflegeheime

Ein neues Online-Angebot informiert umfassend über die Hamburger Pflegeheime. Der sogenannte Pflegekompass stelle die wichtigsten Informationen über die 150 stationären Pflegeeinrichtungen der Stadt vor, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) am Freitag bei der Vorstellung. Auch die Ergebnisse von behördlichen Prüfungen und Befragungen von Angehörigen werden veröffentlicht. Das Angebot ist unter www.hamburg.de/pflegekompass abrufbar.

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Eine Pflegehausbewohnerin in einem Seniorenzentrum in Hamburg. © picture alliance / dpa Foto: Angelika Warmuth

Hamburger Pflegekompass

Ein neues Online-Angebot informiert umfassend über die Hamburger Pflegeheime. Der Pflegekompass bei hamburg.de extern

Prüfer-Storcks: Transparenz über Pflegequalität

Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen fehle es oft an unabhängigen und aussagekräftigen Informationen, sagte Prüfer-Storcks. Als erstes Bundesland schaffe Hamburg mit dem Online-Portal Transparenz über die Pflegequalität. Angegeben werden Preise, Eigenanteil der Pflegebedürftigen, die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze und spezielle Angebote etwa für demente Menschen. Außerdem werden detaillierte Angaben zum Personaleinsatz gemacht. Gesucht werden kann über einen Filter nach Preis, Weiterempfehlungsrate oder Entfernung zum Wohnort.

Das neue Internet-Portal erinnert ein wenig an eine Such-Maschine für Hotels - auch wenn es nicht ganz so einfach zu bedienen ist. Denn ähnlich wie bei der Hotel-Suche kann man sich anzeigen lassen, wie hoch die Kosten für ein Pflegeheim sind und welche Häuser am Besten von den Angehörigen bewertet werden. Nach zwei Klicks erfährt man weitere Details - beispielsweise, ob das Pflegeheim mit einem Hospizdienst für schwerstkranke Menschen zusammenarbeitet.

Kritik vom Paritätischen Wohlfahrtsverband

Kritik an dem neuen Angebot kommt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband.. Die Pflegeeinrichtungen seien durch die Behörde nicht umfassend über das Portal aufgeklärt worden, kritisierte Kristin Alheit, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. So werde nicht berücksichtigt, inwieweit die Pflegeeinrichtungen in ihr Umfeld eingebunden sind. Wenn bei einigen Einrichtungen ein Personalmangel festgestellt werde, so verschleiere es, dass der Fachkräftemangel ein strukturelles Problem sei, das von der Politik über Jahre vernachlässigt worden sei. Das bloße Veröffentlichen von Zahlen werde die Personalsituation in der Pflege nicht verbessern.

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Eine Pflegerin legt einem alten Mann einen Verband am Bein an. © imago images / blickwinkel/McPhoto

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.01.2020 | 17:00 Uhr

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