Menschen in gelben Warnwesten halten die Zahlen 1,3, 0, 6 und 5 in die Höhe, um für Pop-up-Radwege auf der gesamten Länge und beiden Seiten der Reeperbahn zu demonstrieren. © NDR 90,3

Petition für mehr Pop-up-Radwege in Hamburg übergeben

Stand: 24.10.2020 16:03 Uhr

Mehr als 13.000 Menschen haben die Online-Petition "Pop-up-Radwege in Hamburg jetzt!" unterschrieben. Am Sonnabend wurde ein solcher Radweg auf der Reeperbahn eingerichtet.

Radfahrer fahren während einer Pop-up Radwegaktion des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) auf einer zeitlich begrenzt für sie reservierten Spur der Reeperbahn. © picture alliance / dpa Foto: Markus Scholz
Auf der Reeperbahn wurde am Sonnabend vorübergehend ein Pop-up-Radweg eingerichtet.

Der Fahrradclub ADCF übergab 13.065 Unterschriften für die Online-Petition "Pop-up-Radwege in Hamburg jetzt!" an Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne). Gemeinsam mit den Unterschriften erhielt Tjarks eine Liste mit 144 Straßen, auf denen sich Bürgerinnen und Bürger solche Radwege wünschen. Eine davon ist die Reeperbahn, auf der der ADFC am Sonnabend im Rahmen der Unterschriften-Übergabe für ein paar Stunden einen vorübergehenden Radweg einrichtete.

Mit der Petition fordert der ADFC vom Hamburger Senat die zügige Einrichtung von vorübergehenden Radwegen auf allen mehrspurigen Hauptverkehrsstraßen in der Hansestadt. Ein Pop-up-Radweg ist ein kurzfristig eingerichteter Radweg, der Radfahrerinnen und Radfahrern mehr Platz und Sicherheit geben soll. Dazu sollen ohne großen Aufwand die jeweils äußeren Fahrbahnspuren der Straßen als Radwege abgetrennt werden.

Beim Schlump erster offizieller Pop-up-Radweg

Seit Anfang September gibt es bereits in der Straße Beim Schlump den ersten offiziellen Hamburger Pop-up-Radweg. Er wurde zunächst für zwölf Monate eingerichtet, um Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln, die in einen späteren Umbau der Straße einfließen könnten. Ein weiterer solcher Radweg soll noch in diesem Jahr in der Max-Brauer-Allee zwischen Holstenstraße und Stresemannstraße entstehen.

Weitere Informationen
Ein temporärer Pop-Up Radweg in Berlin © picture-alliance Foto: Jörg Carstensen/ dpa

FAQ: Was sind eigentlich Pop-up-Radwege?

In Corona-Zeiten setzen einige Städte auf Pop-up-Radwege. Die temporären Radwege dienen aber auch als Testballon in der Verkehrspolitik. Die wichtigsten Fragen und Antworten. mehr

Zwei Personen grenzen mit Hilfe einer Maschine die Fahrbahn für Fahrräder ab. © NDR Foto: Karsten Sekund

Hamburg hat ersten offiziellen Pop-up-Radweg

Es gab schon ähnliche Aktionen von ADFC und Greenpeace, jetzt hat Hamburg offiziell einen Pop-up-Radweg eingerichtet. (06.09.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 24.10.2020 | 14:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Ein Abstrichstäbchen wird in einer Corona-Test- Einrichtung gehalten. © picture alliance/dpa Foto: Britta Pedersen

360 neue Corona-Fälle in Hamburg gemeldet

Die Zahl der Neuinfektionen in der Hansestadt ist deutlich niedriger als vor einer Woche. mehr

Heinrich-Hertz-Turm und Messehallen in Hamburg © picture alliance / blickwinkel Foto: McPHOTO/C. Ohde

Hamburg errichtet Impfzentrum in den Messehallen

Dort können täglich mehr als 7.000 Menschen geimpft werden. Ab Mitte Dezember könnte es losgehen. mehr

Zwei beschädigte Fahrzeuge nach einem Verkehrsunfall in Altona. © Telenewsnetwork Foto: Screenshot

Wegen Corona: Deutlich weniger Unfälle in Hamburg

Weniger Verkehr: Wegen Corona ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Hamburg in den ersten neun Monaten zurückgegangen. mehr

In einer Halle stehen beim Werksverkauf des Feuerwerksherstellers Weco Kartons mit Feuerwerk. Am 28.12 beginnt der Verkauf von Silvester-Feuerwerk. © picture alliance/dpa Foto: Christophe Gateau

Feuerwerk: Kein allgemeines Verbot - Branche erleichtert

Ein allgemeines Böllerverbot an Silvester ist vom Tisch. Stattdessen soll es Verbotszonen an belebten Plätzen geben. mehr