Stand: 02.04.2019 09:47 Uhr

Offshore-Experten treffen sich in Hamburg

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Bis 2030 sollen an den Küsten der Nord- und Ostsee weitere 1.000 Windräder errichtet werden.

Auf einer zweitägigen Konferenz tauschen sich in Hamburg Experten über Windkraftanlagen im Meer aus. Die Branche blickt auf zehn Jahre Windstromproduktion in der deutschen See zurück.

Leistung verdoppelt

Jan Rispens, Geschäftsführer des Hamburger Branchennetzwerks Erneuerbare Energien, zieht eine positive Bilanz: Die Anlagen seien auch bei rauen Bedingungen auf See inzwischen fast rund um die Uhr einsatzbereit, die Energieleistung habe sich fast verdoppelt. Erste Betreiber verzichteten bereits auf die staatliche Förderung, weil sie ihren Strom auch ohne Zuschüsse mit Gewinn verkaufen könnten.

Anfangs habe es aber auch Probleme gegeben bei der Windstromproduktion. So sollten die Windparks in Deutschland vergleichsweise weit vor der Küste errichtet werden. Teils war die Anbindung ans Stromnetz noch nicht fertig. Diese Probleme sind laut Rispens aber inzwischen behoben.

Fünf Prozent des Gesamtverbrauchs

Von der Politik fordert die Branche vor allem, die Übertragungsnetze auszubauen. Denn allein bei Windkraftanlagen an Land kann in Schleswig-Holstein jährlich Strom im Wert von 300 Millionen Euro nicht genutzt werden. Auf See erzeugter Windstrom macht derzeit rund fünf Prozent des deutschen Gesamtverbrauchs aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 02.04.2019 | 13:00 Uhr

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