Stand: 13.05.2020 13:31 Uhr

Messerangriff in Heimfeld: Opfer sagt aus

Ein Polizeibeamter steht vor dem Eingang eines Wohnhauses in Heimfeld. © TeleNewsNetwork Foto: Screenshot
Die Polizei war nach einem Messerangriff im vergangenen Oktober zu dem Haus in Heimfeld gerufen worden.

Im Prozess um einen zweifachen Mordversuch in Heimfeld vorigen Oktober hat am Mittwoch eines der beiden Opfer ausgesagt. Die Frau ist die Ex-Freundin des Angeklagten. Dem 44-Jährigen wird vorgeworfen, die 33-Jährige und ihren Nachbarn niedergestochen zu haben.

Erst war es "die große Liebe"

Vor Gericht erklärte die 33-Jährige, der Angeklagte sei ihre große Liebe gewesen. Am Anfang, als sie sich kennenlernt hatten, habe alles gepasst. Mit der Geburt des gemeinsamen Sohnes aber habe sich die Beziehung verändert. Der Angeklagte habe sich immer mehr zurückgezogen. "Wir hatten gar kein Familienleben", sagte die Zeugin.

Eifersucht steigerte sich

Dann sei auch noch Eifersucht hinzugekommen. Ihr Freund habe ihr Affären unterstellt. Im September soll er ihr dann ins Gesicht geschlagen haben, bis sie blutete. Nach einer Anzeige verbot ein Familiengericht dem 44-Jährigen, sich seiner Freundin zu nähern.

Mitte Oktober kam er dann trotzdem zu ihrer Wohnung in Heimfeld. Er lauerte ihr nachts auf der Terrasse auf und stach mit einem Messer auf sie ein. Auch ihren 61 Jahre alten Nachbarn, der ihr zu Hilfe kam, attackierte er. Der Angeklagte begründete dies mit Eifersucht. Als er die beiden niederstach, schlief sein Sohn im Zimmer nebenan. Der Prozess wird fortgesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.05.2020 | 13:00 Uhr

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