Menschenkette macht auf gefährliche Fluchtrouten aufmerksam

Stand: 18.09.2021 14:39 Uhr

In Hamburg sind am Sonnabend rund 600 Menschen für die Rechte von Geflüchteten auf die Straße gegangen. Sie bildeten eine Menschenkette - vom Hauptbahnhof bis nach Harburg.

Um den nötigen Abstand zu wahren, hielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bunte Schnüre in den Händen. So reihten sie sich vom Hauptbahnhof bis zur Markthalle auf. Mit Unterbrechungen ging es von da aus weiter in Richtung Hamburgs Süden - bis zum etwa 14 Kilometer entfernten Harburger Bahnhof. Auf dem Weg dorthin gab es weitere Treffpunkte, etwa in der Hafencity, an den Elbbrücken und auf der Veddel, an denen sich Menschen versammelten.

Menschenkette durch mehrere Länder

Die Aktion "Rettungskette für Menschenrechte" findet zugleich in mehreren Städten und auch Ländern statt: Die symbolische Kette führt von Hamburg über Winsen, Lüneburg und Celle nach Hannover. Dann weiter durch das südliche Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bis an die österreichische Grenze. Von dort soll sie durch Österreich und Italien bis ans Mittelmeer gehen.

Den rund 300 beteiligten Organisationen ging es - eine Woche vor der Bundestagswahl - darum, ein Zeichen zu setzen für sichere Fluchtwege und für die Bekämpfung der Ursachen von Flucht. Zu den Unterstützern in Hamburg zählten die Partei Die Linke, die Lehrer-Gewerkschaft GEW, die Initiative Omas gegen Rechts und kirchliche Gruppen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.09.2021 | 13:00 Uhr

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