Stand: 20.05.2019 12:02 Uhr

Mann erstochen: Freundin spricht von Unfall

Eine 27 Jahre alte Frau muss sich seit Montag vor dem Landgericht Hamburg wegen Totschlags verantworten. Die Angeklagte soll am 22. November vergangenen Jahres im Stadtteil Wilstorf auf den Oberkörper ihres 46 Jahre alten Lebensgefährten eingestochen haben. Er verblutete kurze Zeit später. Die beiden sollen sich zuvor in der Wohnung des Mannes gestritten haben.

Die Angeklagte sitzt in einem hellbaluen Pullover im Gerichtssaal. Sie versteckt ihr Gesicht hinter einer schwarzen Mappe.

27-Jährige wegen Totschlags vor Gericht

Hamburg Journal 18.00 -

Im Prozess um den tödlichen Messerstich auf einen 46-Jährigen in Hamburg-Wilstorf hat die Angeklagte das Geschehen als Unfall dargestellt.

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Angeklagte bestreitet Tötungsabsicht

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Das 46 Jahre alte Opfer war während des Notarzt-Einsatzes im November in Wilstorf gestorben.

War es Totschlag? Vor Gericht bestritt die Angeklagte die Vorwürfe. Die Beweisaufnahme werde ergeben, dass es nicht eine vorsätzliche Tötung, sondern ein tragischer Unfall gewesen sei, sagte die Verteidigerin der 27-Jährigen am Montag. Bei dem Streit habe der 46-Jährige sie geschubst und eine Schere ergriffen.

Im Wohnzimmer habe sie ein Messer genommen und es sich zum Schutz vor die Brust gehalten. Dann sei er durch die Tür gestürmt und in das Messer gestürzt, erklärte die Verteidigerin im Namen ihrer Mandantin. Das Landgericht wird bis Mitte Juni über den Fall verhandeln.

Weitere Informationen

Tödliches Beziehungsdrama in Wilstorf

Im Hamburger Stadtteil Wilstorf ist ein 46-Jähriger in der Nacht zum Freitag getötet worden. Seine 26-jährige Lebensgefährtin soll ihn nach einem Streit erstochen haben. (23.11.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.05.2019 | 14:00 Uhr

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