Stand: 17.11.2018 07:56 Uhr

Linke kritisiert Hamburgs Umgang mit Mobbing

Wird an Hamburgs Schulen genug gegen Mobbing getan? Die Partei die Linke zweifelt daran und hat vom rot-grünen Senat jetzt mehr Aufklärung gefordert. Offiziell steigt die Zahl der Mobbing-Fälle an Hamburger Schulen nicht. Im Gegenteil: 174 Vorfälle zählte die Schulbehörde im vergangenen Schuljahr, dazu gehören Beleidigungen, Drohungen oder tatsächlich physische Gewalt. Im Schuljahr 2015/2016 wurden 230 und für das Schuljahr 2016/2017 219 Fälle Mobbing-Fälle erfasst. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Linken-Anfrage zum Kinderschutz in Schulen hervor.

Linke kritisiert mangelnde Auswertung

Auf die Frage, in wie vielen Fällen Lehrkräfte von Schülern gemobbt wurden und umgekehrt, nennt der Senat jedoch keine Zahlen. "Er sagt, dass er zu all den Vorfällen, die es gibt, keine Zahlen hat, und das ist ein Unding", sagt Sabine Boeddinghaus, Schulexpertin der Linken. Es gebe zwar Hilfen für Mobbing-Opfer und es stünden Schulungsangebote für Lehrkräfte bereit, doch es blieben viele Fragen offen, meint die Linke. Zum Beispiel werde nicht ausgewertet, ob die Behörden-Konzepte gegen Mobbing überhaupt wirken. Die Linke will deshalb mit einem Bürgerschaftsantrag unter anderem eine bessere Überprüfung einfordern.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 17.11.2018 | 07:00 Uhr

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