Leonhard sieht Indikator für Corona-Maßnahmen kritisch

Stand: 19.11.2021 17:44 Uhr

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) sieht die ausschließliche Orientierung an der Hospitalisierungsrate für neue Corona-Beschränkungen kritisch.

"Es ist ein guter Indikator. Man ist aber gut beraten, ihn nicht als einzigen zu nehmen", sagte Leonhard am Freitag. Bei politischen Entscheidungen müssten auch andere Daten wie Neuansteckungs- oder Impfquote berücksichtigt werden. Der Grund: Die Rate der Klinikeinweisungen sei um mindestens sieben Tage zeitverzögert. "Wenn die Hospitalisierungsrate sehr hoch ist in einem Bundesland, ist die Lage schon außer Kontrolle. Das heißt, das ist auch sehr spät, dann einzugreifen."

Bund und Länder einigen sich auf Grenzwerte

Um die Ausbreitung des Coronavirus in den Griff zu bekommen, hatten Bund und Länder am Donnerstag neue Grenzwerte für Beschränkungen festgelegt. Ausschlaggebend ist künftig die Hospitalisierungsrate. Der Wert gibt an, wie viele Corona-Infizierte pro 100.000 Menschen in den vergangenen sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind. Liegt die Rate über 3, soll 2G gelten. Steigt sie auf mehr als 6, müssen Geimpfte und Genesene in bestimmten Einrichtungen wie Diskotheken, Clubs und Bars zusätzlich einen Test vorlegen (2G plus). Spätestens bei Überschreiten des Schwellenwerts von 9 sollen die Länder dann von weitergehenden Beschränkungen Gebrauch machen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.11.2021 | 17:00 Uhr

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