Stand: 14.12.2019 08:40 Uhr  - NDR 90,3

Kommentar: Hausbesuch setzt starke Zeichen

von Jörn Straehler-Pohl

In Eimsbüttel und in Harburg gibt es ihn schon: Den "Hamburger Hausbesuch" für alle Menschen, die ihren 80. Geburtstag gefeiert haben. Ab dem kommenden Jahr gibt es dieses Angebot in der ganzen Stadt. Und das ist gut so, kommentiert Jörn Straehler-Pohl.

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NDR 90,3 Redakteur Jörn Straehler-Pohl kommentiert die Hausbesuche für Senioren in Hamburg.

Wir wollen wissen, wie es Ihnen geht. Und wir wollen Ihnen helfen, wenn Sie Hilfe brauchen. Das sind die beiden ganz starke Zeichen, die der rot-grüne Senat mit dem "Hamburger Hausbesuch" setzt. Das Konzept ist aus mehreren Gründen klug und durchdacht.

Hilfe bei Einsamkeit

Erstens steht in dem Glückwunsch-Schreiben zum 80. Geburtstag ein konkreter Termin für den Besuch. Damit macht die Stadt deutlich, dass der Hausbesuch mehr ist, als nur ein unverbindliches Angebot. Er ist auch ein Anstoß, darüber nachzudenken, ob einem etwas fehlt.

Zweitens kann der Hausbesuch gerade alleinstehenden Menschen dabei helfen, aus der Einsamkeit herauszukommen. Weil die professionell geschulten Besuchskräfte wissen, welche sozialen Angebote es in der Nähe gibt.

Anregungen für Bezirksämter

Und der dritte Grund, warum es sich um eine gute Sache handelt: Die 80-Jährigen werden gefragt, was sie sich in ihrer Nachbarschaft wünschen. Diese Anregungen werden gesammelt und gehen an die Bezirksämter. Näher kann die Politik also kaum am Menschen sein.

Hausbesuche auf frischgebackene Eltern ausbauen

Jetzt sollte Hamburg den Mut haben, dieses Angebot auszubauen: Auch alle Mütter und Väter sollten nach der Geburt ihres Kindes eine verbindliche Einladung für einen Hausbesuch bekommen. Das wäre ein weiteres Zeichen für eine starke und soziale Stadt, die hinsieht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Hamburg-Kommentar | 14.12.2019 | 08:40 Uhr

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