Stand: 12.07.2019 07:04 Uhr

Identitäre Bewegung auch in Hamburg aktiv

Der Verfassungsschutz hat die Identitäre Bewegung nach mehrjähriger Prüfung aktuell als eindeutig rechtsextrem eingestuft. Dadurch kann die Organisation auch observiert und Informanten angeworben werden. In Hamburg ist das bereits seit 2016 der Fall.

Abgrenzung zum klassischen Rechtsextremismus

In der Hansestadt haben die Identitären laut Verfassungsschutz geschätzt 20 bis 30 Mitglieder. Sie gelten als Motor der rechtsextremen Bewegung. Die Identitären grenzen sich bewusst vom Glatze tragenden Neonazi ab, sie geben sich stattdessen vielmehr hip und intellektuell. Außerdem vermeiden sie Begrifflichkeiten des klassichen Rechtsextremismus. So haben sie unter anderem etwa den Begriff des "Ethnopluralismus" geprägt, demzufolge Menschen unterschiedlicher Herkunft nicht in einer Gesellschaft leben sollten.

Zur Verbreitung ihrer Botschaften setzen die Identitären auf spektakuläre Aktionen und soziale Medien.

Verbindungen zu rechten Burschenschaften

Laut Verfassungsschutz handelt es sich bei den bundesweit rund 600 Anhängern der Identitären Bewegung um geistige Brandstifter, die die Gleichheit der Menschen in Frage stellen. In Hamburg pflegen sie laut Verfassungsschutz enge Verbindungen zu rechtsextremistischen Burschenschaften.

Weitere Informationen

Neue Spezialeinheit gegen Rechtsextremismus

Hamburgs Innensenator Andy Grote hat den neuen Verfassungsschutzbericht vorgestellt. Zur Beobachtung des Rechtsextremismus im Internet soll eine Spezialeinheit aufgebaut werden. (08.07.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 12.07.2019 | 07:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:32
Hamburg Journal
02:18
Hamburg Journal
02:08
Hamburg Journal