Stand: 21.04.2019 09:49 Uhr

Hamburgs Bojenmänner wieder im Wasser

In Hamburg gibt es drei sichere Zeichen dafür, dass der Frühling kommt: Die Alsterschwäne verlassen ihr Quartier und schwimmen wieder auf der Alster, die Alsterfontäne wird wieder in Betrieb genommen - und seit 1993 beziehen die Bojenmänner ihre feste Position auf Alster und Elbe. Nun ist es wieder soweit: Die samt Sockel 2,40 Meter hohen Skulpturen, die der Künstler Stephan Balkenhol aus jeweils einem Eichenstamm gefertigt hat, haben an Land überwintert und kommen zurück aufs Wasser.

"Bojenmann"

Bojenmänner zurück aus dem Winterquartier

Hamburg Journal -

Seit 1993 prägen die Bojenmänner von Stephan Balkenhol das Hamburger Stadtbild. Nach dem Winter beziehen die tonnenschweren Figuren wieder ihre Positionen auf Alster und Elbe.

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Eine Art Wahrzeichen

Uwe Umlandt bringt heute einen Bojenmann zu den Brücken an der Süderelbe. Seit 26 Jahren begleitet er den Bojenmann schon. Am Anfang hätte er nicht gedacht, dass sich hölzernen Balkenhol-Skulpturen einmal zu einer Art Wahrzeichen entwickeln würde. "Ja, ist einzigartig für Hamburg, dass man so etwas hat", sagt Umland. "Mit der Holzboje drauf ist es auch nicht ganz leicht zu transportieren, da muss man aufpassen, dass nichts kaputt geht."

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Ein Schlepper bringt den Arbeitsponton mit der Holzfigur von ihrem Winterlager in Finkenwerder bis zu den Brücken an der Süderelbe.

Ein Schlepper bringt den Arbeitsponton der Hamburger Hafenbehörde HPA mit der Holzfigur von ihrem Winterlager in Finkenwerder bis zu den Brücken an der Süderelbe. Der Bojenmann wiegt zusammen mit seiner Plattform immerhin sechs Tonnen und sorgt für zusätzlichen Tiefgang.

Balkenhols Bojenmänner sind Kult

Aber Uwe Umlandt und seine Kollegen haben ihn bisher noch jedes Jahr an seinen Standplatz in der Süderelbe bekommen. "Wenn man mal Bekannte zu Besuch hat, erzähle ich denen: Das ist der Wächter von Hamburg", sagt Umlandt. Das Ankergewicht und somit die Tonne müssen jedes Jahr auf genau festgelegten Positionen platziert werden. Dann hat der Bojenmann sein Reiseziel erreicht. "Das ist mal als Kunst ausgelegt worden und mittlerweile ist es Kult", sagt Umlandt. "Wir wollen hoffen, dass das noch viele Jahre bleibt."

Bis Oktober bleiben die "Vier Männer auf Bojen" von Balkenhol auf dem Wasser. Dann werden sie wieder in ihr Winterquartier in die Stackmeisterei auf Finkenwerder gebracht und vom Künstler überholt - bis zum nächsten Frühling.

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 17.04.2019 | 19:30 Uhr

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