Stand: 16.07.2018 06:17 Uhr

Hamburger Senat beschließt Sanierungskonzept

Über Jahrzehnte hat sich bei Hamburgs Infrastruktur ein Sanierungsstau aufgebaut. An Straßen und Brücken, Grünanlagen oder am Hochwasserschutz nagte der Zahn der Zeit. Den Verfall zu stoppen und das Vermögen der Stadt zu erhalten, das ist das erklärte Ziel des rot-grünen Senats. Darum hat er dazu jetzt ein umfassendes Konzept beschlossen.

Langer Sanierungsstau bei Infrastruktur

Der Rechnungshof hatte den Senat bereits mehrfach aufgefordert, etwas gegen den Sanierungsstau zu tun. Als Pilotprojekt wählte die damalige SPD-Alleinregierung die Straßen. Dort sei es gelungen, den Verfall zu stoppen, schreibt der Senat nun. Auf 30 Seiten fasst er in dem aktuellen Papier zusammen, wie die öffentliche Infrastruktur in Hamburg langfristig gesichert werden kann. Der Titel klingt etwas sperrig: "Grundsätze des Erhaltungsmanagements der Freien und Hansestadt Hamburg".

Sanierung von Spielplätzen, Brücken, Straßen, Uferanlagen

Bild vergrößern
Auch Spielplätze sollen saniert werden.

Drei Ziele verfolgt das Konzept: Der Wert der Straßen, Brücken, Spielplätze, Ufer- und Hochwasserschutzanlagen soll durch ausreichende Investitionen erhalten werden. Das öffentliche Vermögen sollte sich stets in gutem Zustand befinden. Auch, damit es wie vorgesehen genutzt werden kann. Außerdem müsse entsprechendes Geld im Haushalt eingeplant werden.

Hilfe von externen Beratern

Fünf Phasen zum Erreichen der Ziele werden in der Drucksache genannt: Von der Bestandsaufnahme über die Analyse der Schäden bis zum konkreten Bau- und Modernisierungsprogramm. Für die Formulierung des Konzeptes hat sich der Senat übrigens privatwirtschaftliche Hilfe geholt: Für externe Berater wurden rund 53.000 Euro ausgegeben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 16.07.2018 | 06:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

03:06
Hamburg Journal
02:10
Hamburg Journal
03:00
Hamburg Journal