Stand: 22.08.2020 07:16 Uhr  - NDR 90,3

Hamburger Rapper wegen Waffe im Auto verurteilt

Erneut hat am Freitag mit dem Hamburger Rapper "Kalim" jemand aus dem Umfeld der Gruppe "187 Strassenbande" vor Gericht gestanden. Der 27-Jährige aus dem Stadtteil Billstedt war unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und Fahrens ohne Führerschein angeklagt. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Strafe von einem Jahr auf Bewährung und einer Geldstrafe von 28.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte Haft gefordert, weil es keine günstige Sozialprognose gebe.

VIDEO: Rapper der Gruppe 187 Strassenbande vor Gericht (2 Min)

Schusswaffen im Auto

Kalim, wie er sich nennt, ist der dritte Rapper, der innerhalb weniger Wochen vor Gericht erscheinen muss. Im Juni erst hatte das Amtsgericht St. Georg den Musiker Maxwell wegen Waffen- und Drogenbesitzes zu 20.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Wegen ähnlicher Vorwürfe verhandelt das Amtsgericht Hamburg-Mitte seit Wochen gegen Gzuz.

Und nun also Kalim. Der wurde vor zwei Jahren ohne Führerschein in einem Mercedes voller Schusswaffen angetroffen und wurde deswegen nun verurteilt. Außerdem war er angeklagt, weil er den Verkäufer eines Sportschuhladens beschimpft haben soll, weil der ihn nicht bevorzugt behandelt hatte.

Schon wieder erwischt

Das sind aber nur die jüngsten Vorwürfe. Schon jetzt gilt als sicher, dass Kalim bald erneut vor Gericht sitzen wird. Trotz der laufenden Anklage hatte die Polizei ihn Ende Juli schon wieder in einem Mercedes in Lohbrügge mit scharfen Schusswaffen erwischt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.08.2020 | 09:00 Uhr

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