Stand: 22.10.2019 06:40 Uhr

Hamburg-Mitte: Wochenmärkte auf der Kippe

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Insgesamt 19 Wochenmärkte gibt es in Hamburg-Mitte.

Im Bezirk Hamburg-Mitte bangen Anwohner um den Erhalt der Wochenmärkte. Da diese seit einigen Jahren mehr Geld kosten als sie erwirtschaften, hat die Marktverwaltung jetzt die Abschaffung einiger Markttage vorgeschlagen.

Proteste angekündigt

Einwohnervereine wollen am Mittwochabend - vor der Sitzung des Wochenmarktausschusses - gegen die drohenden Markt-Schließungen protestieren. Bei den Fraktionen der Bezirksversammlung rennen sie damit offene Türen ein. Denn SPD und CDU sind sich einig: Sie wollen die Markt-Standorte alle erhalten, weil sie auch Treffpunkte in den Quartieren sind.

Einige Märkte bleiben leer

Das Problem: Seit 2017 sind die Kosten beispielsweise für Reinigung, elektrische Anlagen und Verwaltung durch die Standgebühren nicht mehr gedeckt. Diese sollen zwar angehoben werden, das löst aber das Problem nicht. Während einige Märkte, zum Beispiel in Billstedt oder Wilhelmsburg, brummen, gibt es in Hamm, St. Georg und Rothenburgsort an schwächeren Markttagen nicht einmal mehr ein Dutzend Stände.

Gemeinsame Suche nach Lösungen

Tobias Piekatz, SPD-Fraktionschef im Bezirk Mitte, fordert deshalb, dass die Märkte attraktiver werden müssen. Zusammen mit den Markthändlern müssten neue, kreative Lösungen gefunden werden. Auch Ideen aus den Quartieren seien dann gefragt: Es dürfe kein Tabu sein, über die Änderung von Marktzeiten zu sprechen oder sogar über die Verlegung von Märkten in etwas belebtere Teile eines Viertels, so Piekatz.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 22.10.2019 | 06:00 Uhr

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