Stand: 01.03.2019 15:33 Uhr

Grundsteinlegung für Phosphor-Recyclinganlage

Bild vergrößern
Die Phosphor-Recyclinganlage entsteht auf dem Geländes des Klärwerks Köhlbrandhöft.

Der Versorger Hamburg Wasser und das Unternehmen Remondis haben im Hafen am Freitag den Grundstein für eine Phosphor-Recyclinganlage gelegt. Nach Unternehmensangaben wird die Anlage auf dem Köhlbrandhöft die erste ihrer Art weltweit sein. Sie soll 2020 in Betrieb gehen und aus 20.000 Tonnen Klärschlamm-Asche jährlich 7.000 Tonnen hochreine Phosphorsäure gewinnen. Die Baukosten belaufen sich auf 18,5 Millionen Euro. Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium gefördert. An der Hamburger Phosphorrecyclinggesellschaft ist eine Tochter von Hamburg Wasser mit 60 Prozent beteiligt, das private Unternehmen Remondis mit 40 Prozent.

Phosphor wird zurzeit vollständig importiert

In Deutschland werden den Angaben zufolge pro Jahr rund 230.000 Tonnen Phosphor als Dünger auf die Felder ausgebracht. Der Rohstoff muss vollständig importiert werden. Würden alle Kläranlagen Recyclinganlagen betreiben, könnte nach Berechnung von Hamburg Wasser auf 60 Prozent der Importe verzichtet werden. Ab 2029 soll die Wiedergewinnung des Phosphors gesetzlich vorgeschrieben sein. Eine Pilotanlage war bereits 2015 in Hamburg in Betrieb genommen worden.

Kerstan: "Klima- und Ressourcenschutz im besten Sinne"

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Hamburg Wasser, Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne), erklärte mit Blick auf das Phosphor-Recycling: "Das ist Klima- und Ressourcenschutz im besten Sinne." Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte: "Das Klärwerk Hamburg liefert mit dieser Anlage eine zukunftsweisende Lösung und setzt internationale Maßstäbe."

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.03.2019 | 19:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:34
Hamburg Journal
02:14
Hamburg Journal
02:09
Hamburg Journal