Stand: 01.03.2018 21:26 Uhr

Grippewelle: Erste Todesfälle in Hamburg

In Hamburg gibt es die ersten Toten durch Grippe-Infektionen in diesem Jahr. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde starben bislang vier ältere Patienten an den Folgen der Infektion. Seit Beginn der Grippewelle wurden den Hamburger Behörden bereits fast 5.000 Fälle gemeldet. Und die Zahlen steigen weiter deutlich an: In der vorletzten Woche waren es 800 registrierte Grippe-Fälle, in der vergangenen Woche mehr als 1.200.

Womöglich schwerste Grippe-Saison seit zehn Jahren

Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher liegen. Immerhin 4,5 Prozent aller Hamburger Grippe-Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden. Doch nicht nur Hamburg, sondern praktisch ganz Deutschland ist inzwischen von der Grippewelle erfasst worden: Nach Angaben des zuständigen Robert-Koch-Instituts könnte diese Grippe-Saison sogar die schwerste seit zehn Jahren werden - zumindest, was die Verbreitung angeht.

Im Bezug auf den Krankheitsverlauf gibt es hingegen Anzeichen dafür, dass die Grippe-Viren nicht ganz so aggressiv sind, wie im vergangenen Jahr. Denn Ende Februar 2017 waren bereits elf Menschen an den Folgen einer Grippe gestorben. Auch die Zahl der Patienten, die mit einer Grippe ins Krankenhaus mussten, war in der vergangenen Saison deutlich höher.

Bundesweit bislang 200 Grippe-Tote

Der Höhepunkt der Grippewelle könnte indes bald erreicht sein: In den vergangenen Jahren ging die Zahl der Neu-Erkrankungen ab Anfang März deutlich zurück. Bundesweit starben bislang mehr als 200 Menschen an den Folgen der Infektion. Die "echte" Grippe mit hohem Fieber ist nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt, also Husten, Schnupfen und Heiserkeit.

Grippe: Ansteckungsgefahr und Schutz

Grippeviren werden durch Tröpfcheninfektion etwa beim Niesen, Husten oder Sprechen übertragen. Zudem kann man sich durch Händeschütteln oder über kontaminierte Gegenstände anstecken. An Türklinken, Telefonhörern oder Computer-Tastaturen können sie mehrere Stunden überleben. An Geldstücken haften sie bis zu 17 Tage. Bis zu 15 Stunden nach einer Berührung lassen sich noch Keime auf der Haut nachweisen. Beim Reiben von Nase oder Augen werden sie dann von der Hautoberfläche auf die Schleimhäute ihres nächsten Wirtes übertragen.

Als sicherster Schutz vor der Übertragung der Keime gilt daher häufiges Händewaschen. Es reduziert das Ansteckungsrisiko um 50 Prozent. Ansteckungsgefahr besteht vor allem dort, wo sich viele Menschen aufhalten, beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln, Arbeitsstätten, Schulen oder Kaufhäusern.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 01.03.2018 | 16:00 Uhr

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