Schwanenvater Olaf Nieß und seine Mitarbeiter begleiteten mit Booten die Alsterschwäne in Richtung Außenalster. Jedes Jahr werden die Tiere aus ihrem Winterquartier am Eppendorfer Mühlenteich zurück auf die Alster und ihre Seitenarme gebracht. © dpa Foto: Christian Charisius

Geflügelpest: Hamburgs Geflügel muss wieder in die Ställe

Stand: 13.11.2020 16:03 Uhr

Vier Jahre nach dem letzten Ausbruch ist jetzt auch in Hamburg wieder die Geflügelpest bei Wildvögeln nachgewiesen worden. Die Bezirke haben deshalb eine Allgemeine Stallpflicht etwa für Hühner, Enten und Gänse angeordnet.

Die Zahl der Wildvögel in Hamburg, bei denen der Geflügelpest-Erreger nachgewiesen wurde, ist auf sechs gestiegen. Wer viele tote Vögel an einem Ort entdeckt oder größere Vögel wie Gänse, Schwäne, Enten oder Greifvögel tot auffindet, sollte dies den Behörden melden. In Hamburg wurde dafür jetzt eine Hotline eingerichtet. Die Telefonnummer 040 428 37 - 22 00 ist rund um die Uhr erreichbar.

Die gemeldeten Vögel werden dann eingesammelt und untersucht. Nur so lässt sich herausfinden, ob ein verendeter Vogel am Vogelgrippe-Virus gestorben ist. Übertragungen des Virus auf den Menschen sind bisher nicht bekannt. Kranke oder tote Vögel sollten trotzdem nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Geflügelfleisch und Eier aus dem Handel können aber weiter ohne Bedenken gegessen werden.

Keine Sorge bei einzelnen toten Kleinvögeln

Einzelne tote Spatzen oder Amseln im Garten sind laut Behörde jedoch kein Grund zur Sorge. Viele Vögel sterben demnach an Entkräftung oder Altersschwäche. Verendete Vögel können, wenn sie auf einem Privatgrundstück gefunden werden, mit Handschuhen oder Schaufel im Hausmüll entsorgt werden.

Alsterschwäne kommen früher ins Winterquartier

Für die Alsterschwäne heißt die Stallpflicht: Sie müssen wohl einige Tage früher als geplant ins Winterquartier. Hamburgs Schwanenvater Olaf Nieß bereitet schon das Einfangen vor. Möglicherweise müssen die 120 Tiere dann auch wieder in einem Zelt untergebracht werden, wie schon im Winter 2016/2017. Auch damals war der Erreger H5N8 bei mehreren toten Wildvögeln nachgewiesen worden. Als Konsequenz durften Katzen nicht mehr frei laufen und Hunde mussten an der Leine bleiben. In Schleswig Holstein gelten diese Regeln schon wieder. Breitet sich der Erreger weiter aus, sind strengere Maßnahmen nicht ausgeschlossen, heißt es von der Verbraucherschutzbehörde.

Weitere Informationen
Gänse

Fragen und Antworten zur Geflügelpest

Wie wird das Virus H5N8 übertragen und wie gefährlich ist es für Tier und Mensch? Fragen und Antworten dazu. (03.09.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 13.11.2020 | 07:00 Uhr

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