Stand: 15.01.2019 16:51 Uhr

Feuerwehr: Ärger um Notfallsanitätergesetz

Bild vergrößern
Daniel Dahlke von der Feuerwehr-Gewerkschaft nennt den Umgang mit einigen Beamten durch die Feuerwehrleitung "Hexenjagd".

In der Hamburger Feuerwehr gibt es Ärger um das neue Notfallsanitätergesetz. Nach Angaben der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft werden rund 20 Beamte, die keine Zusatzausbildung machen wollen, diziplinarisch verfolgt.

1.200 Feuerwehrleute müssen geschult werden

Das bundesweit neue Notfallsanitätergesetz sieht vor, dass im Rettungsdienst ab 2021 auf jedem Rettungswagen mindestens ein Notfallsanitäter dabei sein muss, der erweiterte Kompetenzen hat. Er darf zum Beispiel Medikamente verabreichen, was bislang nur ein Notarzt machen darf. In Hamburg müssen dafür rund 1.200 Feuerwehrleute neu geschult werden. 600 haben den zusätzlichen Berufsabschluss bereits erworben - rund 20 Kollegen weigern sich allerdings, sagte Daniel Dahlke von der Feuerwehr-Gewerkschaft.

Die zumeist älteren Beamten wehren sich demnach gegen die zusätzliche Verantwortung und den Stress. Sie befürchten, das sie dem nicht gerecht werden können und Fehler machen. Zudem würde die Arbeit danach nicht höher bezahlt werden.

Gewerkschaft spricht von "Hexenjagd"

Dahlke sagte, dass gegen die Beamten jetzt Diziplinarmaßnahmen eingeleitet worden seien und sprach von einer "Hexenjagd" auf Kollegen durch den eigenen Dienstherren. Bei der Feuerwehrleitung hieß es, dass man werde die Vorwürfe prüfen werde. Genaue Zahlen über Diziplinarverfahren würden aber noch nicht vorliegen.

Weitere Informationen

Einbruch bei Feuerwehr: Spezialgeräte gestohlen

Bei der Freiwilligen Feuerwehr Rothenburgsort/Veddel ist am Wochenende eingebrochen worden. Die Diebe entwendeten hochwertiges Spezialgerät und beschädigten ein Einsatzfahrzeug. (13.01.2019) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.01.2019 | 17:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

02:17
Hamburg Journal
01:37
Hamburg Journal
02:41
Hamburg Journal