Stand: 29.05.2019 14:18 Uhr

Diesel-Fahrverbote: BUND fordert Ausweitung

Die Durchfahrtsbeschränkungen für ältere Dieselfahrzeuge in Hamburg-Altona gelten seit fast einem Jahr. Für den Hamburger BUND ist die Entscheidung der Umweltbehörde ein Erfolg. "Das seit einem Jahr gültige Fahrverbot für Lkw in der Stresemannstraße zeigt, dass die Maßnahme richtig ist und für eine deutliche Entlastung der Menschen sorgt, die an dieser Straße wohnen", teilte BUND-Landeschef Manfred Braasch am Mittwoch in Hamburg mit. Der Umweltverband fordert nun, die Verbotszonen massiv auszuweiten.

In der Stresemannstraße ist der Stickoxidgehalt in der Luft im vergangenen Jahr um rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Für den Hamburger BUND ein klares Zeichen dafür, dass die dort verhängten Fahrverbote wirken. Ganz so eindeutig sind die Ergebnisse der städtischen Luftmessstationen allerdings nicht: In der Max-Brauer-Allee, der zweiten Straße mit Diesel-Fahrverbot, sind die Werte nur um vier Prozent zurückgegangen. Genauso wie in der Kieler Straße, in der es aber gar kein Diesel-Fahrverbot gibt.

BUND will bessere Kennzeichnung alter Dieselfahrzeuge

Trotz des Rückgangs liegen die Stickoxidwerte in der Verbotszone allerdings immer noch über dem EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Der BUND fordert deswegen: Die Fahrverbote müssen bestehen bleiben und massiv ausgeweitet werden. Außerdem sollen alte Dieselfahrzeuge mit einer Plakette gekennzeichnet werden, damit die Polizei sie bei Kontrollen besser erkennen kann.

Jacqueline Heemann erklärt das Dieselfahrverbot. © NDR Foto: Screenshot

Darum geht's: Diesel-Fahrverbot

NDR 90,3 -

In Hamburg gelten seit 2018 die ersten Diesel-Fahrverbote. Doch was bedeutet das konkret? Und bringen die Fahrverbote auch wirklich das gewünschte Ergebnis?

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 29.05.2019 | 13:00 Uhr

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