Stand: 14.03.2018 12:24 Uhr

Der Hamburger Verkehrskasper wird 70

Der Hamburger Verkehrskasper und sein Team, darunter die Polizisten Kerstin Bernd und Jörg Naused, haben Theresa von Tiedemann (li.) im NDR 90,3 Studio besucht.

Er ist wohl der älteste Polizist, der noch immer im Dienst ist: der Hamburger Verkehrskasper. Er feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag. Seit 1948 bringt er Grundschulkindern anschaulich und mit Spaß das richtige Verhalten im Straßenverkehr bei, zum Beispiel, wie man sicher über die Straße kommt. Mit seinen Puppen-Freunden Anna Funk, Benni, dem Esel und Viktor Schnell war er am Dienstag im NDR 90,3 Studio - mit dabei natürlich auch ihre Sprecher, die Polizisten Kerstin Bernd und Jörg Naused.

380 Einsätze 2017 - ein Fulltime-Job

Verkehrskasper sein ist ein Fulltime-Job: Jeden Tag ist er mit seinem Team an den Hamburger Grundschulen im Einsatz - mit zwei Trupps. Immerhin gibt es mehr als 200 Grundschulen in der Stadt. 2017 sei der Verkehrskasper 380 Mal im Einsatz gewesen, erzählt Polizist Jörg Naused, und habe fast 29.000 Kinder im Alter von fünf bis acht bespielt - an Schulen, bei Sonderveranstaltungen und bei der Polizei im Theater. Naused leiht dem Verkehrskasper selbst sowie Viktor Schnell seine Stimme. Damit ist er aber nicht der Einzige. Insgesamt gibt es in Hamburg sieben Handpuppenspieler, 57 Verkehrslehrer, fünf Verkehrserzieher im Sonderschulbereich sowie fünf Verkehrsschulen.

Verkehrskasper im NDR 90,3 Studio © NDR Fotograf: Nina Rodenberg

Lernen macht Spaß - mit dem Verkehrskasper

NDR 90,3 -

"Lernen macht Spaß" lautet das Motto des Hamburger Verkehrskaspers. Seit 70 Jahren klärt er Schulkinder über Gefahren im Straßenverkehr auf. Hier können Sie das ganze Interview hören.

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Ein Vorbild für Kinder

Alle Kinder scheinen den Verkehrskasper zu lieben. Das könnte daran liegen, dass "er ein fairer Typ ist, der sich im Verkehr an alle Regeln hält", sagt Kerstin Bernd von der Hamburger Polizei. Das sei ein Vorbild für Kinder und werde es hoffentlich auch immer bleiben. Sie spricht die Kollegin des Verkehrskaspers, Anna Funk, sowie den Esel Benni.

Hat sich im Laufe der Jahrzehnte was in der Verkehrserziehung verändert? "Der Kasper musste sich auf jeden Fall anpassen", sagt Naused im NDR 90,3 Studio. Man schüre nicht mehr so viel Angst wie früher, so der Polizist. "Das Ganze findet unter pädagogischen Gesichtspunkten statt - nach dem Motto 'Lernen darf Spaß machen'."

Seit 1948 im Einsatz

Seine Karriere begann der Verkehrskasper im Jahr 1948. Der damalige Hamburger Polizeichef Bruno Georges hatte nämlich das Problem, dass in der Nachkriegszeit der Fahrzeugverkehr zunahm und damit auch Verkehrsunfälle mit Kindern. Nach Angaben der Polizei starben 1948 insgesamt 67 Kinder im Hamburger Straßenverkehr. Es gab keine Fußgängerampeln oder Zebrastreifen. Es war der Polizeichef, der vorschlug, die Kinder mit einer Märchenfigur anzusprechen. In Zusammenarbeit mit dem Gründer des Hohnsteiner Puppenspiels, Max Jacob, entstand so der Verkehrskasper.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 13.03.2018 | 10:18 Uhr

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