Stand: 21.11.2019 13:49 Uhr

Der BUND will Autos aus der Stadt verbannen

Die Umweltschutzorganisation BUND hat am Donnerstag ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem Hamburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden soll. Das Konzept sieht ein weitgehendes Autoverbot vor. Lieferanten sollen zwar weiterhin Pkw und Lieferwagen nutzen dürfen, alle anderen sollten aber auf Bus und Bahn umsteigen.

Braasch vom BUND zum Klimarettungs-Plan.

BUND präsentiert Klimarettungs-Notplan

Hamburg Journal -

Der BUND fordert mehr Klima verbessernde Maßnahmen in Hamburg, damit die Klimaziele bis 2035 noch erreichbar werden. Kern der Forderungen ist die Abkehr vom Autoverkehr.

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Autofahren soll unattraktiver werden

So zumindest stellt sich BUND-Landesgeschäftsführer Manfred Braasch den Hamburger Verkehr der nahen Zukunft vor. Autofahren soll außerdem durch weniger und teurere Parkplätze unangenehmer werden. Auch sollen keine neuen Straßen mehr gebaut werden. Im Gegenzug sollen Busse und Bahnen ausgebaut und billiger werden. Schon 2025 soll das Konzept innerhalb vom Ring 1 umgesetzt sein, bis 2035 dann stadtweit.

Weniger Wohnungsbau

Weitere Forderungen des BUND: Aufschläge von 100 Euro auf Tickets für Kurzflüge, weniger Wohnungsbau und mehr Tempo bei der Sanierung von Altbauten. Außerdem soll die Stadt keine klimaschädlichen Geschäfte mehr machen. Dafür müsste sie etwa ihre Firmenanteile beim Kohleumschlag im Hafen verkaufen.

Was die Umsetzung des Konzeptes kosten soll, konnte Braasch nicht sagen. Nichtstun aber könne noch teurer werden. Allein ein Elbdamm, der künftig höhere Sturmfluten abhalten müsste, koste laut Braasch Milliarden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 21.11.2019 | 17:00 Uhr

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