Stand: 19.04.2020 13:31 Uhr

Coronavirus: 4.347 bestätigte Fälle in Hamburg

Eine Laborantin sortiert mit blauen Gummihandschuhen Proben in kleinen Reagenzgläsern. © dpa-Bildfunk Foto: Christophe Gateau
Die Hamburger Gesundheitsbehörde geht von aktuell noch etwa 1.800 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus.

Die Zahl der an Covid-19 erkrankten Hamburger ist seit Sonnabend um 50 gestiegen - auf nun 4.347 Fälle. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 232 Personen mit Wohnort Hamburg aufgrund einer Coronavirus-Erkrankung in stationärer Behandlung. Von ihnen werden 76 intensivmedizinisch betreut, diese Zahl ist in den vergangenen Tagen leicht zurückgegangen.

In 79 Fällen war Covid-19 die Todesursache

Laut Institut für Rechtsmedizin konnte bisher bei 79 verstorbenen Hamburgerinnen und Hamburgern eine Covid-19-Erkrankung als Todesursache festgestellt werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) zählte 91 Todesopfer. Das RKI listet jedoch alle Todesfälle mit dem Nachweis einer Coronavirus-Infektion auf. In Hamburg werden alle Todesfälle mit Corona-Infektion durch das Institut für Rechtsmedizin begutachtet. Dadurch wird differenziert nachgewiesen, welche Menschen nicht nur mit, sondern ursächlich durch eine Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

Ein 80 Jahre alter Krebspatient ist im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gestorben. Wie das UKE am Sonntag mitteilte, starb der Mann am Samstagabend mit fortgeschrittener, bösartiger Blutkrebserkrankung und Covid-19-Infekt. Er gehörte zu den Patientinnen und Patienten, die in der vergangenen Woche positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden. Weitere Untersuchungen müssten zeigen, ob Covid-19 ursächlich für den Tod des Mannes war.

2.500 Menschen in Hamburg genesen

Laut RKI können etwa 2.500 positiv getestete Hamburgerinnen und Hamburger inzwischen als genesen betrachtet werden. Die Hamburger Gesundheitsbehörde geht deshalb von aktuell noch etwa 1.800 mit dem Coronavirus infizierten Hamburgerinnen und Hamburgern aus.

Krankschreibung nicht mehr telefonisch

Für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden müssen Arbeitnehmer ab Montag wieder zum Arzt gehen. Eine in der Corona-Pandemie eingeführte Ausnahmeregelung, dass eine Krankschreibung auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich ist, wird nicht verlängert. Das wurde bereits am Freitag beschlossen.

Telefon-Hotline für Fragen zum Coronavirus

Allgemeine Fragen zum Coronavirus werden unter der Telefon-Hotline 040 / 428 284 000 beantwortet. Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen oder einer Rückkehr aus Risikogebieten sollte der Hausarzt oder der Arztruf 116117 telefonisch kontaktiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 19.04.2020 | 14:00 Uhr

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