Stand: 18.06.2020 14:08 Uhr  - NDR 90,3

Corona: Schlagermove in Hamburg fällt aus

Der Hamburger Schlagermove fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Die Kult-Veranstaltung ist auf den 2. und 3. Juli 2021 verschoben worden, wie der Veranstalter am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Das "Festival der Liebe" fällt damit der Verlängerung des Verbotes von Großveranstaltungen bis Ende Oktober zum Opfer. Damit fällt der Schlagermove erstmals seit der Premiere im Jahr 1997 aus.

"Wir hätten mit dem Schlagermove Anfang September sehr gern ein Zeichen für Lebensfreude, Toleranz und Gemeinschaft gesetzt. Daher ist es sehr bedauerlich, dass wir den Schlagermove jetzt komplett absagen müssen", sagte Frank Klingner, Geschäftsführer der veranstaltenden Hossa-Hossa GmbH. Dabei denke er nicht nur an die Fans, "sondern auch an den immensen wirtschaftlichen Schaden aller Gewerke, die zum Gelingen einer Veranstaltung beitragen, der vielen gastronomischen Betriebe auf St. Pauli und der Hotellerie in Hamburg".

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In diesem Jahr findet kein Schlagermove in Hamburg statt. 2019 waren laut Veranstalter bis zu 350.000 Besucher gekommen.

Zuletzt war die ursprünglich für Mitte Juli geplante Riesenparty durch die Hansestadt coronabedingt bereits in den September verlegt worden. Beim Schlagermove ziehen etwa 50 Trucks auf einer Strecke von fast 3,5 Kilometern durch St. Pauli. Im Sommer 2019 zählten die Veranstalter eigenen Angaben zufolge rund 350.000 Besucherinnen und Besucher.

Kulturbehörde: Reeperbahn Festival soll stattfinden

Anders sieht es offenbar beim Reeperbahn Festival aus. Die Hamburger Kulturbehörde geht jedenfall weiter davon aus, dass dies im September stattfinden kann. Bei den von den Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besprochenen Großveranstaltungen gehe es um andere Formate, sagte Behördensprecher Enno Isermann. Das Reeperbahn Festival stattfinden zu lassen sei zwar eine Herausforderung, aber dabei gehe es um viele kleine Veranstaltungen, erklärte Isermann im Gespräch mit NDR 90,3. Man hoffe, dass dort die Corona-Regelungen eingehalten werden können. Am Montag soll das Konzept für das Reeperbahn Festival vorgestellt werden.

Sport-Großveranstaltungen: Austragung ungewiss

Auch sportliche Großveranstaltungen hat Hamburg für die zweiten Jahreshälfte noch nicht abgeschrieben. "Wir hoffen nach wie vor", sagte Daniel Schäfer, Sprecher der Hamburger Innenbehörde. Von der Verlängerung des Verbots für Großveranstaltungen wären in der Hansestadt zum Beispiel der Triathlon (5. September), der Ironman (6. September), der Marathon (13. September) und das Radrennen Cyclassics (3. Oktober) betroffen. Die Einigung von Bund und Ländern sieht Möglichkeiten für Ausnahmen vor, auf die die Stadt und die Veranstalter bauen. Das Verbot gelte nämlich für Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist. "Die Veranstalter haben Hygienekonzepte, die man jetzt sehr genau angucken muss", sagte Behördensprecher Schäfer. Eine klare Aussage über das mögliche Stattfinden oder eine Absage könne derzeit nicht getroffen werden.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 18.06.2020 | 14:00 Uhr

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