Stand: 28.08.2020 18:47 Uhr

Corona-Krise: Jugendliche sorgen sich um Ausbildung

Viele junge Menschen sind durch die Corona-Krise verunsichert und machen sich Sorgen um ihre Berufsausbildung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Bertelsmann Stiftung. Mehr als 60 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren befürchten, dass sich durch Corona die Chancen auf eine Ausbildung in Deutschland verschlechtert haben. Ein Drittel meint, es gäbe zu wenig Ausbildungsplätze. Doch für Hamburg kommen aus der Wirtschaft beruhigende Signale.

Zwar werden in diesem Jahr Schätzungen zufolge rund 15 Prozent weniger Lehrverträge abgeschlossen. Aber Handelskammer und Handwerkskammer in der Hansestadt melden noch viele offene Lehrstellen. Bei der Handelskammer sind es derzeit rund 270. Im Handwerk für dieses Jahr sogar noch mehr als 500. "Unsere Betriebe sagen, wir bilden weiter aus", freut sich Christiane Engelhardt, Sprecherin der Handwerkskammer.

Veranstaltungen für Lehrstellensuchende

"Zurückhaltend sind wegen Corona zurzeit allerdings die Gastronomie, der Einzelhandel und die Eventbranche", beobachtet Fin Mohaupt, Leiter der Ausbildungsberatung bei der Handelskammer. Große Chancen haben Suchende bei Azubi-Speed-Datings, die beide Kammern zur Lehrstellen-Vermittlung planen: Das Handwerk am 18., die Handelskammer am 22. und 23. September.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 28.08.2020 | 19:00 Uhr

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