Containerschiffe liegen am Burchardkai im Hamburger Hafen. © picture-allliance

CDU: Hamburg soll sich jetzt von HSH-Schiffskrediten trennen

Stand: 20.09.2021 06:53 Uhr

Mit knapp drei Milliarden Euro haften Hamburg und Schleswig-Holstein auch Jahre nach dem Verkauf der krisengeschüttelten HSH Nordbank. Es geht um Schiffskredite, die die beiden Länder der Bank abgenommen haben. Nun fordert die CDU, sich möglichst schnell von diesen Krediten zu trennen.

Thilo Kleibauer (CDU), Mitglied der Bürgerschaft. © dpa-Bildfunk Foto: Markus Scholz
Thilo Kleibauer (Archivfoto) fordert ein schnelles Handeln bei den Schiffskrediten.

Die Lage sei aktuell so gut wie lange nicht mehr, um das Milliardenrisiko für Hamburg abzubauen, meint Thilo Kleibauer, haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Die Schifffahrt brumme nach Corona, die Nachfrage nach Containerschiffen - auch nach gebrauchten - sei hoch. Diese Chance sollte Hamburg nutzen, um sich von den Altlasten der früheren HSH Nordbank zu trennen, sagt Kleibauer.

Es geht um 140 Schiffskredite

Knapp 140 Schiffskredite hat die sogenannte HSH Portfoliomanagement noch im Bestand, vor allem Containerfrachter, die älter als zehn Jahre sind. Dafür werden aktuell historische Höchstpreise bezahlt, meint auch Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Die aktuellen Marktchancen sollten genutzt werden, um sich von den Krediten gewinnorientiert zu trennen.

Das Zeitfenster dafür sei aber eng, so Kleibauer. Schließlich würden schon ab dem kommenden Jahr wieder mehr neue Schiffe ausgeliefert. Hamburg und Schleswig-Holstein planen bislang bis 2025 für den vollständigen Ausstieg, doch dafür sei keine Zeit.

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Das Containerschiff "Ever Gifted§ der Reederei Evergreen liegt am Containerterminal Burchardkai im Hamburger Hafen. © picture alliance / Rupert Oberhäuser Foto: Rupert Oberhäuser

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 20.09.2021 | 07:00 Uhr

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