Stand: 18.08.2019 06:27 Uhr

Blue Port 2019: Auch der Fernsehturm soll leuchten

Alle zwei Jahre bringt Lichtkünstler Michael Batz Hamburgs prägnante Gebäude, Hafenanlagen und Schiffe zum Leuchten: Auch in diesem September ist es wieder so weit. Bei dem Projekt Blue Port 2019 sollen 20.000 Licht-Elemente insgesamt 100 Objekte in ein blaues Leuchten tauchen - darunter den Fernsehturm. Das Hamburg Journal war bei den Vorbereitungen dabei.

Die Mission heute lautet: Mal eben das zweithöchste Gebäude der Stadt illuminieren. Die Rahmenbedingungen sind schwierig. Weil die Türen im Turm für Paletten zu eng sind, werden die Leuchten zum Teil per Menschenkette nach oben transportiert.

Gefährliche Böen auf 200 Metern Höhe

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Atemberaubender Blick, aber zum Teil keine Sicherheit durch Geländer mehr: Die Techniker arbeiten in 200 Metern Höhe.

Und dann ist da noch die Höhe: Auf 200 Metern kann es ganz schön stürmisch sein. "Ich habe einen Gurt, mit dem ich mich festhaken kann, damit ich bei einer Böe nicht durch die Stadt fliege", sagt Techniker Sascha Hamann. Wenn aus dieser Höhe etwas nach unten fallen würde, egal ob Werkzeug oder Lampe, könnten die Folgen fatal sein. Seit die großen analogen Fernsehantennen verschwunden sind, ist der Blick von oben auf die Stadt frei. Nachteil für die Techniker: Ein Geländer gibt es zum Teil auch nicht.

Der Turm soll von innen leuchten

Lichtkünstler Michael Batz inszeniert Blue Port bereits zum siebten Mal. Angeleuchtet wurde der Fernsehturm schon oft, in diesem Jahr soll er aber nicht nur angestrahlt werden, sondern auch von innen leuchten. "Wenn ich Licht nur irgendwo draufgebe, dann ist das eigentlich eine geliehene Energie und nicht eine, die von innen kommt." Das geplante Leuchten von innen sei eine andere Lichtsprache. "Ich liebe es, den Eindruck zu erwecken, das Leuchten sei eine Eigenschaft des Objekts."

In drei Wochen soll alles fertig sein, dann startet die große Lichtshow, die zehn Tage lang dauern soll. Von einem HHLA-Schwimmkran aus soll das blaue Leuchten gestartet werden und neben dem Fernsehturm auch Objekte wie die Elbbrücken, die Elbphilharmonie und die Landungsbrücken in Blau tauchen. Den Abschluss bilden dann die Cruise Days vom 13. bis 15. September.

Weitere Informationen
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Als der Fernsehturm ein Besuchermagnet war

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Seit 2001 steht der Fernsehturm mittlerweile leer. Davor zog der beliebte "Telemichel" Scharen von Besuchern an - mit einem drehbaren Restaurant in luftiger Höhe. Video (04:36 min)

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Ein Besuch auf dem "Telemichel"

Seit 17 Jahren ist der 1968 eröffnete Hamburger Fernsehturm für die Öffentlichkeit geschlossen. Bei einem Rundgang im Mai 2018 zeigt sich, dass vom alten Glanz nichts übrig ist. Bildergalerie

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1965 begannen die Bauarbeiten für den Fernsehturm. Nach drei Jahren war Hamburgs höchstes Bauwerk fertig. Sechs Fakten über den schlanken Turm. Video (02:41 min)

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 16.08.2019 | 19:30 Uhr

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