Sophie Fredenhagen (SPD). © privat

Bezirk Harburg: Positive Jahresbilanz und Forderungen

Stand: 30.12.2020 15:52 Uhr

Harburgs Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen hat trotz der Corona-Pandemie eine positive Bilanz der Verwaltung im Bezirk gezogen. In den Bereichen Wirtschaft und Bauen habe der Bezirk Harburg sehr viel erreicht.

"Bei den Genehmigungen für Wohnungsneubauten haben wir unser Ziel bereits übererfüllt", sagt Harburgs Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen im Gespräch mit NDR 90,3. Schon im Oktober wurde die vom Senat geforderte Zahl von 800 Genehmigungen erreicht. Grund für diese positive Entwicklung, so Fredenhagen, seien unter anderem die drei Neubaugebiete Vogelkamp, Fischbeker Heidbrook und Fischbeker Reethen in Neugraben mit insgesamt 4.700 neuen Wohnungen.

Lüneburger Straße bleibt Sorgenkind

Zudem wurden in diesem Jahr der Markplatz Am Sand und die Hölertwiete neu gepflastert und schick gemacht. Sorgenkind bleibt jedoch die zentrale Lüneburger Straße. Viele Bürgerinnen und Bürger empfinden die Fußgängerzone in den Abendstunden als einen "Angstraum", gibt die Bezirksamtsleiterin zu. Dort gibt es mittlerweile fast nur noch Ein-Euro-Shops, Bäckereien und Dönerläden.

Runder Tisch wird fortgeführt

Um die Attraktivität zu verbessern wird der Runde Tisch zur Lüneburger Straße fortgeführt. Von den Vermietern und Grundeigentümern fordert die Bezirksamtsleiterin mehr Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit der Straße.

Fredenhagen fordert bessere Anbindung

Für die kommenden Jahre fordert Fredenhagen vom Senat eine bessere Verkehrsanbindung des Bezirks an das nördliche Stadtgebiet. Außerdem spricht sie sich für die Planung eines S-Bahnringes mit einem zweiten Elbtunnel aus. Es sei inkonsequent im Süden große Neubaugebiete zu erschließen und die Verkehrsinfrastruktur nicht weiter auszubauen. Es reiche nicht aus die bestehende S-Bahnlinie zu verstärken. Stattdessen müsse es bei Bostelbek eine Abzweigung der S 3 über Waltershof nach Altona geben. Dafür brauche man auch eine zweite Elbquerung.

U4-Ausbau gefordert

Noch seien das aber Visionen. Auch der Ausbau der U4 von Veddel in den Harburger Binnenhafen sei notwendig. "Wir sollten ernsthaft über diese Vorschläge nachdenken", so Fredenhagen. Zwischenzeitlich müsse es mehr Express-Buslinien geben. Harburg werde mit seinen Verkehrsproblemen im Norden nicht ausreichend gehört, so die Bezirksamtsleiterin.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 30.12.2020 | 17:00 Uhr

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