Ein Angeklagter sitzt zu Beginn seines Prozesses im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude. © picture alliance/dpa/dpa/Pool Foto: Christian Charisius

23-Jähriger aus Wilhelmsburg gesteht Stalking und Schüsse

Stand: 14.09.2021 12:41 Uhr

Bedrohliche Nachrichten, Penis-Fotos und schließlich sogar lebensgefährliche Schüsse: Ein 23-jähriger Mann aus Wilhelmsburg hat am Dienstag vor dem Hamburger Landgericht zugegeben, eine Schülerin über Monate gestalkt - und dann später auf ihre Mutter und den Bruder geschossen zu haben.

Der Angeklagte gestand, dass er obszöne Nachrichten verschickte und eine heute 18-Jährige bedrohte. Und auch, dass er auf die Mutter der jungen Frau und ihren 13-jährigen Bruder schoss. Vor einem Jahr fiel ihm die Schülerin auf der Straße auf und er sprach sie an, wie der Anwalt des Angeklagten in einer Erklärung verlas. Die junge Frau wies ihn ab - einmal, zweimal, immer wieder. Er ließ nicht locker, bis sie sich Hilfe suchte. Ein Mitschüler fing den Angeklagten ab und verlangte, dass er das Mädchen in Ruhe lassen sollte.

"Ich wollte, dass sie auch Angst bekommt"

"Seitdem hatte ich Angst und das Gefühl, andere tuscheln über mich", so der 23-Jährige. Und er erklärte: "Ich wollte, dass auch sie Angst bekommt." Er schickte ihr Drohnachrichten - allerdings an eine falsche Adresse, die Nachrichten kamen nie an.

Verfolgte Schülerin will aussagen

Im März dann wollte er auch die Mutter der Frau einschüchtern und schoss auf sie. Sie wurde lebensgefährlich verletzt, ihr Sohn konnte fliehen. Mitte Oktober will die verfolgte Schülerin aussagen.

Weitere Informationen
Blick auf das Strafjustizgebäude des Landgerichts Hamburg. © picture alliance/dpa Foto: Markus Scholz

Schüsse auf Frau und Jungen: 23-Jähriger vor Gericht

Der Angeklagte soll die Frau im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg lebensgefährlich verletzt haben. Zuvor hatte er der Tochter nachgestellt. (31.08.2021) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 14.09.2021 | 12:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Hamburg

Eine Visualisierung zeigt die Pläne für die Hamburger Königstraße. © Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

Hamburger Königstraße bekommt ein neues Gesicht

Geschützte Fahrradwege, mehr Bäume, weniger Parkplätze: Die Stadt will die vierspurige Straße klimafreundlich ausbauen. mehr