Unsere Geschichte

Edeka: Vom Tante-Emma-Laden zum Supermarktriesen

Samstag, 21. März 2020, 12:30 bis 13:15 Uhr

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Kaum ein Unternehmen hat so viel Einfluss wie Edeka. Der Hamburger Konzern ist der mit Abstand größte Lebensmittelhändler Deutschlands und verfügt über eine entsprechend geballte Marktmacht: Wenn ein Hersteller von Markenartikeln bei Edeka nicht mehr gelistet wird, verliert er rund ein Drittel seines Umsatzes.

Aus E.d.K. wird Edeka

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Die Zentrale von Edeka befindet sich in der City Nord in Hamburg.

Dabei hat alles klein angefangen: 1898 taten sich in Berlin 21 Inhaber von Kolonialwarenläden zusammen, um gemeinsam günstiger einkaufen zu können. Die "Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin", kurz E.d.K., war geboren. Konsequent breitete sich Edeka über ganz Deutschland aus.

Vom Dorfladen zum großen Supermarkt

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Die Ehlers sind seit mehreren Generationen Lebensmittelhändler. Ralf Ehlers betreibt vier Märkte in Niedersachsen.

Ralf Ehlers ist einer von rund 4.000 Edeka-Kaufleuten und damit auch Miteigentümer der Hamburger Zentrale. Ein Kaufmann in vierter Generation: Aus einer ursprünglich 40 Quadratmeter großen Bäckerei in der niedersächsischen Gemeinde Bispingen ist ein Supermarkt mit 1.500 Quadratmetern Verkaufsfläche geworden. Die Schritte der Expansion schrieben Familien- und Dorfgeschichte: Als 1967 aus dem Tante-Emma-Laden ein Supermarkt wurde, weigerten sich einige der älteren Kundinnen, einen Einkaufswagen zu nutzen. Sie wussten nicht, wie man "das Ding" durch die Gänge schiebt.

Hinter der Anordnung der Ware steckt Strategie

Am Eingang jedes Edeka-Marktes befindet sich die Obst- und Gemüseabteilung. Warum eigentlich? Jörn Schmidt weiß die Antwort. Als Fachberater berät er Ladeninhaber dabei, wie sie mit der Frischware den meisten Umsatz machen. Seine Spezialität: quer gestellte Anordnung der Waren. Auf diese Weise sollen die Kunden bereits im Eingangsbereich auf ein Schlendertempo "gebremst" werden. Welche Tipps und Tricks er dabei noch auf Lager hat, verrät er dem NDR Team.

Von der Kunst der perfekten Bananen-Farbe

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Michael Krause ist als Reifemeister dafür verantwortlich, dass die Bananen weder zu gelb noch zu grün in den Verkauf gehen.

Michael Krauses Job ist es, dafür zu sorgen, dass die Bananen im Supermarkt genau die richtige Farbe haben. Seit mehr als 20 Jahren ist der Mann Reifemeister im Hamburger Hafen. 75.000 Kartons mit Bananen gehen jede Woche durch seine Hände, so viel wie in ganz Nord- und Ostdeutschland verkauft werden. Sein Problem: Jeden Tag muss er gelbe Ware liefern, es kommt jedoch nur einmal pro Woche ein Schiff mit grünen Bananen an. Wie kriegt er das hin?

Kollege Computer macht die Ansagen

Die Dokumentation taucht tief in die Welt des Supermarkts ein - mit zum Teil bizarren Erkenntnissen. Als Reporter Manfred Uhlig im Mindener Zentrallager ein Interview mit einem der Kommissionierer führt, mischt sich eine Stimme ein: der Computer, von dem der Mitarbeiter seine Anweisungen empfängt. Kein Vergleich mit den Gründungszeiten Edekas: Damals wurden die Waren noch mit dem Handkarren ausgefahren, es zählte ein einfacher Bestellzettel.

Produktionsleiter/in
Tim Carlberg
Regie
Manfred Uhlig
Autor/in
Manfred Uhlig
Redaktion
Silvia Gutmann