Hamburger Hafenkonzert

Hafenreport

Sonntag, 23. Januar 2022, 19:00 bis 21:00 Uhr

Mie MS "Europa" im Hamburger Hafen. © Hapag-Lloyd Kreuzfahrten
Auch die Reise der MS Europa über Weihnachten und Neujahr endete abrupt in Dubai wegen zahlreicher Corona-Fälle.

Im Hafenreport geht es dieses Mal u.a. um die aktuelle Situation der Kreuzschifffahrt, um die MV Werften in Mecklenburg-Vorpommern , um den Werft-Betrieb Peter Knief in Harburg, um die Zeitschrift "Piekfall" und maritime Kunst aus Treibholz .

Der Seenotrettungskreuzer "Eugen" der DGzRS (Archivbild) © DGzRS
AUDIO: Hafenreport (50 Min)

Die aktuelle Situation der Kreuzschifffahrt

Puppenspieler Detlef Wutschik mit Norddeutschlands bekanntester Klappmaulpuppe Werner Momsen. © NDR/Phillipp Güland
Hat den Jahreswechsel in Corona-Isolation auf der MS Europa verbracht: Puppenspieler Detlef Wutschik alias Herr Momsen. Im Hafenkonzert berichtet er darüber.

Die Coronapandemie hat auch die Kreuzfahrt-Branche besonders hart getroffen. Viele erinnern noch die Bilder und Nachrichten vom Beginn der Pandemie 2020: da lagen Schiffe im Hafen, mit hunderten Infizierten an Bord, die nicht an Land durften. Im vergangenen Jahr hat die Branche nach und nach wieder Fahrt aufgenommen. Jetzt allerdings ziehen wieder dunkle Wolken auf. Denn trotz umfassender Hygienekonzepte werden an Bord der Schiffe vermehrt Coronafälle bekannt. In den vergangenen Wochen mehrten sich auch die Fälle, in denen Kreuzffahrten abgebrochen werden mussten. Wie gehen die Reedereien damit um? Reichen die Maßnahmen an Bord? Und können die Reedereien überhaut angesichts der enormen Umsatzeinbußen überleben? Antworten darauf gibt es im Hamburger Hafenkonzert.

Pleitewelle reißt nicht ab: die MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern

Dunkle Wolken ziehen über das Gelände der MV Werften mit Krananlagen, einem ehemaligen Wohnschiff für Werftarbeiter und der großen Schiffbauhalle.
Die MV Werften in Mecklenburg-Vormpommern haben Insolvenz angemeldet.

Die Hamburger Werft Pella-Sietas, die Flensburger FSG, die Elsflether Werft – und jetzt die MV-Werften in Mecklenburg-Vorpommern und die Lloyd-Werft in Bremerhaven: Die Liste der deutschen Pleitewerften wird immer länger. Dabei hatte gerade der chinesische Mutterkonzern der beiden letztgenannten, der Genting-Konzern, Großes vor: Mit der Global One sollte eines der gigantischsten Kreuzfahrtschiffe der Welt gebaut werden. Nun haben die MV-Werften Insolvenz angemeldet, für rund 2000 Beschäftigte ist die Zukunft ungewiss. Das zu managen, ist nun Aufgabe eines Hamburger Insolvenzverwalters.

Neue Botschafterin der Seenotretter: Barbara Wussow

Schauspielerin Barbara Wussow zu Gast in der NDR Talk Show am 29.08.2014 © NDR/Uwe Ernst Foto: Uwe Ernst
Schauspielerin Barbara Wussow ist die neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.

Was wäre die Schifffahrt ohne sie: die unermüdlichen Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Nun gibt es eine neue prominente Botschafterin der DGZRS: Barbara Wussow. Warum die Schauspielerin so beeindruckt ist von der Arbeit der Seenotretter, erzählt sie im Hamburger Hafenkonzert.

Deichbau in Harburg: die Situation der Knief-Werft

Im Internet bekommt die kleine Bootswerft an der Hamburger Süderelbe volle fünf Sterne: „Ein bodenständiger Traditionsbetrieb mit fairen Preisen“, schreibt ein Kunde. Gemeint ist der Werftbetrieb Peter Knief, der seit 1927 zwischen der Harburger Hafenschleuse und der Alten Harburger Elbbrücke direkt VOR dem Elbdeich liegt. Und genau das könnte jetzt den Untergang der Werft bedeuten. Denn der Elbdeich soll erhöht und der Deichfuß um sechs Meter verbreitert werden. Dafür müssten die Werfthallen abgerissen werden. Hafenkonzert-Reporter Werner Pfeifer war vor Ort, hat sich die Werft angeschaut und mit dem 80 Jahre alten Werfteigentümer Peter Knief gesprochen.

"Piekfall" - Zeitschrift für Fans von traditionellen Segelschiffen

Piekfall – so nennt man auf traditionellen Segelschiffen das Fall – also Tau – mit dem die sogenannte Gaffel und damit das Segel hochgezogen wird. Piekfall und Klaufall gibt es da. Piekfall heißt aber auch eine Zeitschrift, die seit fast 50 Jahren erscheint. Herausgegeben von einer ehrenamtlichen Redaktion, versorgt sie Liebhaber traditioneller Schiffe mit Neuigkeiten aus der Szene und mit Hintergrundinformationen. Petra Volquardsen hat fürs Hamburger Hafenkonzert mit dem Piekfall-Redaktionsteam geschnackt.

"Südwärts" - 100. Todestag von Arktisforscher Sir Ernest Shackleton

Die "Endurance" 1915 im Wedell-Meer. Fotografie von Frank Hurley / Royal Geographical Society. © Royal Geographical Society Foto: Frank Hurley
Die "Endurance" 1915 im Wedell-Meer. Fotografie von Frank Hurley / Royal Geographical Society.

Seine Endurance-Expedition scheiterte gnadenlos, aber: sie machte Ernest Shackleton zu einer Polarforscher-Legende. Nachdem der Norweger Roald Amundsen 1911 den Südpol erreicht hatte, entschied Shackleton, sich der Durchquerung des antarktischen Kontinents von Küste zu Küste über den geographischen Südpol hinweg zu widmen. Doch sein Expeditionsschiff wurde vom Packeis zerdrückt und sank im Weddell-Meer. Nur Shackleton und seiner abenteuerlichen Rettungsaktion ist es zu verdanken, dass alle Expeditionsteilnehmer überlebten. Diesen Monat ist es 100 Jahre her, dass er starb. Im Hamburger Hafenkonzert erinnern wir an ihn.

Hinweis: Die Expeditions-Aufzeichnungen von Ernest Shackleton sind im vergangenen Jahr in der edition erdmann erschienen: „Südwärts“ heißt das Buch, 448 Seiten hat es und kostet 14,90 Euro.

Maritime Miniatur-Kunst aus Hamburg: Christine Grandt

Kleine, maritime Miniatur-Szenen zum Hineinträumen, das sind die Kunstwerke von Christine Grandt. Aus Altmetall und Treibholz, das sie an unterschiedlichen Stellen im Hamburger Hafen findet, fertigt die Künstlerin ihre faszinierenden Werke: Kleine Leuchttürme auf einsamen Felsen oder Parkbänke auf schroffer Steilküste. Das Hamburger Hafenkonzert hat Christine Grandt in ihrem Atelier in Eimsbüttel besucht.

„Tierisches Hamburg." - Unterwegs mit Tierfilmer Ivo Nörenberg

Selbst viele Hamburger haben sie noch nie im Stadtgebiet gesehen: Seehunde – 100 Kilometer von ihrem eigentlichen Lebensraum, der Nordsee, entfernt. © NDR/NDR Naturfilm/Doclights GmbH
Selbst viele Hamburger haben sie noch nie im Stadtgebiet gesehen: Seehunde – 100 Kilometer von ihrem eigentlichen Lebensraum, der Nordsee, entfernt.

Im Hamburger Hafen und an der Elbe gibt es viel zu entdecken: neben Schiffen, Kränen und Containern zum Glück auch Pflanzen und wilde Tiere. „Tierisches Hamburg. Natur in der Millionenstadt“ heisst eine Tier-Doku aus der Reihe "Expeditionen ins Tierreich", die man sich momentan in der ARD Mediathek anschauen kann. Die Aufnahmen dazu stammen von Ivo Nörenberg. Der Tierfilmer stammt aus Blankenese und ist sonst für seine Tier-Dokumentationen in der ganzen Welt unterwegs. Nun hat er direkt vor seiner eigenen Haustür gedreht. Petra Volquardsen hat Ivo Nörenberg getroffen.

Weitere Informationen
Seeadler sind waschechte Hamburger. Ihr Jagdrevier ist die Elbe. © NDR/NDR Naturfilm/Doclights GmbH
43 Min

Tierisches Hamburg - Natur in der Millionenstadt

Hamburgs Tierwelt hat weit mehr zu bieten als die bekannten Alsterschwäne. Viele Tiere sind allerdings schwer zu entdecken. 43 Min

Moderation: Jan Wulf

Weitere Informationen
Container-Terminal Altenwerder im Hamburger Hafen © picture-alliance / dpa Foto: Soeren Stache

Hamburger Hafenkonzert - Sonntag bei NDR 90,3

Hören Sie die älteste Radiosendung der Welt auf NDR 90,3. Das erste Hamburger Hafenkonzert wurde 1929 ausgestrahlt. mehr

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