Stand: 09.10.2017 15:06 Uhr

Torfrock: Jimi-Hendrix-Song als Starthilfe

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Für das Foto zum Interview nehmen Raymond Voß (l.) und Klaus Büchner den NDR Redakteur Roger Lindhorst in die Mitte.

Vier Jahrzehnte Torfrock - die norddeutschen Rocker aus Torfmoorholm feiern in diesem Jahr ihr 40-jähriges Band-Jubiläum. Dazu herzlichen Glückwunsch von NDR Plus! Außerdem ein guter Grund für die NDR Redaktion, die Bandgründer Klaus Büchner und Raymond Voß zum Interview einzuladen. In der Sendung Klönschnack erzählen die beiden, wie alles begann und welchen Einfluss Jimi Hendrix auf ihre Karriere hatte, bevor mit "Rollo der Wikinger" und "Presslufthammer B-B-Bernhard" die großen Hits entstanden.

Gitarrist und Sänger von der Band Torfrock.

Torfrock lassen es krachen

Hamburg Journal

Seit 40 Jahren sorgen Torfrock für Party-Stimmung. Zum Jubiläum lassen sie es mal wieder richtig krachen. Im Hamburger Zwick auf der Reeperbahn ging die Bagalutenparty ab.

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"Der ganze Laden flog auseinander"

Bevor es Ende der 70er-Jahre mit Torfrock so richtig losging, hat die Band englische Lyrik vertont: "Robert Louis Stevenson, Edgar Allan Poe, William Shakespeare und so'n Kram", sagt Raymond Voß. "Dann hat mich Klaus mal in einer Konzertpause gefragt, ob ich die Direktübersetzung von dem Jimi-Hendrix-Song 'Hey Joe' ins Plattdeutsche kenne. Er hat sie mir aufgesagt und es hat mich sofort umgehauen. Die klang total skurril und cool, vor allem, weil der Kern der Geschichte erhalten blieb." Und so baute die Band in ihr Lyrik-Programm eine zusätzliche Klamauk-Ecke ein, die vom Publikum dankend angenommen wurde. Oder wie der Gitarrist Voß es ausdrückt: "Wir haben diese Nummer einmal gespielt und der ganze Laden flog auseinander." Später wurde aus der plattdeutschen Version dann eine mit norddeutscher Mundart. Auch die kam an.

Die alten Lieder funktionieren über Generationen

Bis heute blicken die beiden Gründerväter zufrieden auf die Texte und Lieder ihrer Anfänge zurück. "Mit 25 war man natürlich anders drauf als jetzt mit 65. Es wird nicht einfacher, neue Sachen zu schreiben. Aber was uns allen Spaß macht, ist, dass die alten Dinger über die Generationen tadellos funktionieren", so Raymond Voß. In den Glanzzeiten der Neuen Deutschen Welle zogen sich die Jungs von Torfrock selbst ein wenig aus der Öffentlichkeit zurück, starteten 1990 aber mit dem ersten Werner-Film ("Beinhart") ein beeindruckendes Comeback.

50 Mal im Jahr auf der Bühne

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Rauschebart und Sonnenbrille: Auf der Bühne fühlt sich Gitarrist Raymond Voß besonders wohl. Hier beim Konzert in Wacken.

An ein Karriereende möchten die Torfrocker noch lange nicht denken. Rund 50 Mal pro Jahr stehen sie live auf deutschen Bühnen. Krönender Jahresabschluss ist ihre inzwischen traditionelle "Bagaluten Wiehnacht", eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe in Norddeutschland, die sie mittlerweile seit 28 Jahren präsentieren. "Und ansonsten hat der liebe Gott es gut mit uns gemeint", sagt Voß, "dass uns in einem Alter, in dem andere Leute sich Rentner nennen, die Menschen noch mögen und wir eine gute Einnahmequelle haben."

Übrigens: Klaus Büchner hat sich seine Leidenschaft für Lyrik und Poesie erhalten. Er schreibt immer noch eigene Gedichte und wird demnächst einen Sammelband unter dem Namen "Hahnebüchener" veröffentlichen. Ein sehr launiges Gedicht daraus präsentiert Büchner auch im Interview mit NDR Redakteur Roger Lindhorst - zu hören gleich zu Beginn der Sendung.

NDR 1 Niedersachsen Redakteur Roger Lindhorst mit der Band Torfrock © NDR Fotograf: NDR

Stars am Sonntag zum Nachhören: Torfrock

NDR 1 Niedersachsen

Klaus Büchner und Raymond Voss lassen 40 Torfrock-Jahre Revue passieren und verraten, was Jimi Hendrix mit der Bandgründung zu tun hatte. NDR Redakteur Roger Lindhorst im Gespräch mit Torfrock.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Plus | 15.10.2017 | 19:00 Uhr

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