Stand: 16.11.2017 22:57 Uhr

Kerber wechselt den Coach - Fissette übernimmt

Wim Fissette hat auch schon Sabine Lisicki gecoacht.

Angelique Kerber hat nach dem enttäuschenden Jahr 2017 Konsequenzen gezogen und den Trainer gewechselt. Die Kielerin geht mit Wim Fissette als neuem Coach in die neue Saison. Das gab die zweimalige Grand-Slam-Siegerin, die in den vergangenen elf Monaten in der Weltrangliste von Platz eins auf Rang 21 abgerutscht ist, am Donnerstag bekannt. Der 37-jährige Belgier hatte Sabine Lisicki 2013 ins Wimbledon-Finale geführt und unter anderem schon die Britin Johanna Konta (Großbritannien), Kim Clijsters (Belgien), Simona Halep (Rumänien) und Wiktoria Asarenka (Weißrussland) betreut.

"Mit Wim fängt ein neues Kapitel an"

"Es war eine schwere Entscheidung, aber ich bin dabei, ein neues Kapitel in meiner Karriere zu beginnen, mit einem neuen Trainer", erklärte die 29-Jährige, die zurzeit Urlaub auf den Seychellen macht. "Mit Wim fängt ein neues Kapitel an und ich freue mich darauf, nächste Woche mit ihm zum ersten Mal auf dem Platz zu stehen", so Kerber: "Er hat schon oft bewiesen, wie gut er als Trainer ist, und ich bin gespannt, was wir zusammen erreichen können." Mit dem neuen Impulsgeber, der als strikter, aber ruhiger Typ gilt, will Kerber nun die Wende schaffen. "Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Angie. Ich war in den letzten paar Jahren oft auf der anderen Trainerbank und konnte so ihren Weg gut verfolgen", meinte Fissette.

Kerber: "Kann gar nicht sagen, wie dankbar ich Torben bin"

Ihr bisheriger Trainer Torben Beltz gehört damit nicht mehr zum Team. Beltz hatte Kerber bis auf eine gut zweijährige Unterbrechung (Ende 2012 bis Anfang 2015), in der sie von Benjamin Ebrahimzadeh betreut wurde, während ihrer bisherigen Profikarriere gecoacht. "Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich Torben bin, für alles was wir in den letzten Jahren zusammen erlebt haben. Er ist nicht nur ein Trainer gewesen, sondern auch ein richtig guter Freund und wird das auch bleiben", meinte die Kielerin. Beltz meldete sich wenig später selbst zu Wort und danke Kerber dafür, dass er "ein Teil der Erfolgsgeschichte war". Das Jahr 2016 bleibe unvergessen.

Schwache Bilanz 2017

Kerber hat 2017 kein Turnier gewonnen und stand nur in einem Finale (Monterrey). Im vergangenen Jahr hatte die Linkshänderin bei den Australian Open sowie den US Open triumphiert und als zweite Deutsche nach Steffi Graf den Sprung an die Spitze des WTA-Rankings geschafft. Das erste Turnier für Kerber in der nächsten Saison ist der Hopman Cup in Perth vom 30. Dezember 2017 bis 6. Januar 2018, bei dem sie mit Alexander Zverev (Hamburg) das deutsche Team bildet. In diesem Jahr hatte Kerber eine Gesamt-Bilanz von 29:24 Siegen - in ihrer Traumsaison waren es 64:19 Erfolge. Als deutsche Nummer eins ist die Kielerin jüngst von ihrer Fed-Cup-Kollegin Julia Görges (Bad Oldesloe) abgelöst worden.

Angelique Kerbers Weg nach oben

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 16.11.2017 | 22:40 Uhr

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