Torquator Tasso mit Jockey Rene Piechulek © IMAGO / Galoppfoto

Galopp-Derby: Torquator Tasso imponiert in Hamburg

Stand: 04.07.2021 09:36 Uhr

Heute steht beim Derby-Meeting auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn der Höhepunkt an: der Kampf ums begehrte Blaue Band.

Am Sonnabend untermauerte Torquator Tasso seine Position als bestes deutsches Rennpferd. In dem mit 44.000 Euro dotierten Großen Hansa-Preis zeigte der Galopper des Jahres ein Jahr nach seinem zweiten Platz im Deutschen Derby eine Klasseleistung und dominierte das Feld über 2.400 Meter eindrucksvoll und siegte mit viereinhalb Längen Vorsprung. Geritten von Rene Piechulek, verwies Torquator Tasso die Stute Sunny Queen mit Andrasch Starke auf Rang zwei. Dritter wurde Nerium unter Bauyrzhan Murzabayev.

"Er ist wieder der Alte", sagte Torquator Tassos Trainer Marcel Weiß. "Das sah richtig gut aus, wie er in der Zielgeraden beschleunigt hat." Beim achten Start war es der dritte Sieg des Hengstes, dessen großes Saisonziel der Prix de l’Arc de Triomphe am ersten Oktober-Sonntag in Paris ist.

Vogt gewinnt mit Noa Lea "Langen Hamburger"

Das erste wichtige Rennen in Hamburg-Horn, den "Langen Hamburger" über 3.200 Meter, hatte am Mittwoch Noa Lea gewonnen. Im Sattel der Stute saß in der Schweizerin Sibylle Vogt die Nummer-eins-Reiterin im deutschen Turf. Rang zwei ging an den Außenseiter Sioux mit Adrie de Vries (Niederlande) vor Sir Polski mit Andrasch Starke (Stade).

Im Großen Preis von Hamburg hatte sich am Freitag erwartungsgemäß der Hengst Majestic Colt unter Eduardo Pedroza durchgesetzt. Das wichtigste Sprintrennen des Sommers war mit 33.000 Euro dotiert.

VIDEO: Derby in Horn: Stute "Summerwind" überrascht als Außenseiterin (3 Min)

Pro Renntag 1.000 Zuschauer erlaubt

Jeweils 1.000 Zuschauer dürfen an den vier Renntagen dabei sein - ein großer Schritt zurück in Richtung Normalität. Das 152. Deutsche Derby ist der Höhepunkt und findet diesmal wieder am ersten Juli-Sonntag statt. Der Sieger kassiert 390.000 Euro, das Rennen ist insgesamt mit 650.000 Euro dotiert. "Das Derby lebt von den Zuschauern. Deshalb sind wir glücklich, dass wenigstens einige Leute auf die Bahn dürfen", sagte Hans-Ludolf Mathiessen, Vorsitzender des Hamburger Renn-Clubs.

Im Vorjahr fiel der Sieger vom Pferd

Im vergangenen Jahr waren die Ränge auf der Galopprennbahn leer, als Jockey Ronan Thomas nach seinem Derby-Triumph während der kleinen Siegerehrung von seinem scheuenden Pferd In Swoop fiel und glücklicherweise unverletzt blieb. Das Meeting war seinerzeit auf ein Wochenende mit drei Renntagen von Freitag bis Sonntag abgespeckt worden.

Deutsches Derby der Höhepunkt

Unter den 20 dreijährigen Hengsten, die heute (ca. 16.05 Uhr) beim Derby starten, gehört der am Montag nachgenannte Lord Charming zu den Mitfavoriten des wichtigsten deutschen Galopprennens. Der Hengst wird von Peter Schiergen trainiert und vom kasachischen Jockey Baujrschan Mursabajew geritten. 65.000 Euro hat sich das Gestüt Hachtsee die Nachmeldung kosten lassen. Der Hengst muss mindestens Dritter werden, um dieses Geld wieder in die Kasse zu galoppieren.

Auch Dolcetto, Sea of Sands und Alter Adler stehen hoch im Kurs als erste Anwärter auf das begehrte Blaue Band. Geritten werden sollte Alter Adler, ein Sohn von Adlerflug, der das Derby 2007 gewonnen hatte, eigentlich vom Franzosen Cristian Demuro. Doch weil der noch gesperrt ist, sitzt nun sein Landsmann Theo Bachelot im Sattel. Der hatte bei der Auslosung Pech und muss im äußeren Bereich aus der Box 14 starten.

Andrasch Starke kann erfolgreichster Derby-Reiter werden

Der siebenmalige Derby-Sieger Starke reitet Sisfahan. Im Siegfall würde er mit Triumph Nummer acht mit dem legendären Gerhard Streit als erfolgreichster Derby-Reiter gleichziehen.

Mehrere Favoriten sagten ihre Teilnahme ab: Best Of Lips, eindrucksvoller Gewinner des Kölner Union-Rennens, verstauchte sich das Fesselgelenk. Zudem wurden Martial Eagle (leicht verletzt) aus dem Gestüt Schlenderhan und Mythico (Stall tmb Oldenburg), der auf der kürzeren Strecke in München starten soll, von der Liste gestrichen.

Wer wird der erste "Gentle Rider" Deutschlands?

Erstmals ausgezeichnet auf einer deutschen Rennbahn wird der "Gentle Rider". Dabei bekommt der Jockey einen Preis, der sich am fairsten gegenüber Pferden und der Konkurrenz verhält.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 04.07.2021 | 19:30 Uhr

Mehr Sport-Meldungen

HSV-Angreifer Bakery Jatta (M.) im Zweikampf mit Milos Veljkovic von Werder Bremen (r.) © imago/Kirchner-Media

Werder Bremen - HSV: Zeit für neue Nordderby-Geschichten

Bremen und Hamburg treffen erstmals in der Zweiten Liga aufeinander. Und auch für die meisten Spieler ist es eine Derby-Premiere. mehr