Stand: 13.10.2019 17:43 Uhr

Deutsche Männer gewinnen Heim-EM im Goalball

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Reno Tiede wurde mit Deutschland Goalball-Europameister.

Die deutschen Männer haben ihren Heimvorteil bei der Goalball-Europameisterschaft in Rostock eindrucksvoll genutzt. Das Team von Trainer Johannes Günther gewann am Sonntagnachmittag das Endspiel gegen die Ukraine mit 6:2 und blieb damit im gesamten Turnierverlauf ungeschlagen. Im Halbfinale hatten die Gastgeber überraschend Paralympics-Sieger und Titelverteidiger Litauen mit 4:3 bezwungen. Für Deutschland ist dies das erste EM-Gold überhaupt nach drei zweiten und zwei dritten Rängen bei vorangegangenen kontinentalen Titelkämpfen. Die Mannschaft ist als WM-Zweiter bereits für die Paralympics 2020 in Tokio qualifiziert.

Goalball ist die beliebteste Ballsportart für Menschen mit Sehbehinderung und bereits seit 1976 paralympisch. Ziel ist es, einen 1250 Gramm schweren Klingelball ins gegnerische Tor zu werfen.

Hartz schießt Frauen-Team zu Bronze

Zuvor hatten die deutschen Frauen das "kleine Finale" gegen Großbritannien überraschend deutlich mit 8:2 für sich entschieden. Die Hamburgerin Charlotte Hartz, die für die SSG Blista Marburg spielt, war dabei mit sieben Treffern die überragende Akteurin im Duell mit den favorisierten Britinnen. Hartz erzielte damit im gesamten Turnierverlauf 18 Tore. Es war die erste EM-Medaille für das deutsche Frauen-Team seit dem Gewinn der Titelkämpfe 2005.

Den Titel in Rostock holte sich die Türkei durch einen 8:6-Sieg gegen Israel. Die Türkinnen hatten in der Vorschlussrunde Deutschland mit 7:0 demontiert, Israel war durch ein 4:3 gegen Großbritannien ins Endspiel eingezogen.

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Goalballer Reno Tiede und der Traum vom EM-Gold

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Seit Jahren ist Reno Tiede einer der Vorzeige-Athleten im Goalball. Bei der EM in seiner Heimatstadt Rostock hofft der Kapitän des deutschen Teams auf den ganz großen Wurf. Video (02:35 min)

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 13.10.2019 | 19:30 Uhr