Stand: 01.04.2018 20:23 Uhr

Trotz Niederlage: THW Kiel erreicht Viertelfinale

von Florian Neuhauss, NDR.de
Verloren? Egal! Der THW Kiel ist ins Viertelfinale der "Königsklasse" eingezogen.

Der THW Kiel hat es wieder geschafft: Trotz der 27:28 (11:12)-Niederlage im Rückspiel beim SC Szeged zogen die Schleswig-Holsteiner am Ostersonntag zum 18. Mal in der Vereinsgeschichte ins Viertelfinale der Handball-Champions-League ein. Das Hinspiel hatte die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason souverän mit 29:22 für sich entschieden. Demnach hätten sich die Kieler eine deutlich höhere Niederlage erlauben dürfen. Doch die "Zebras" zeigten in Ungarn eine starke Leistung und ließen so nichts anbrennen. "Wir sind stolz, dass wir es geschafft haben", sagte Patrick Wiencek dem NDR. In der Runde der letzten Acht wartet auf den THW in Vardar Skopje bereits der Titelverteidiger und einer der beiden Gruppensieger der diesjährigen Konkurrenz. Wiencek: "Wir sind Außenseiter, aber haben gute Chancen weiterzukommen. Die Champions League läuft gut für uns."

Kiel bewahrt in aufgeheizter Atmosphäre kühlen Kopf

SC Szeged - THW Kiel 28:27 (12:13)

Tore für Szeged: Källman (6), Bodo (4), Srsen (3), Sostaric (3), Sigurmannsson (3), Skube (2), Banhidi (2), Dos Santos (2), Zhitnikov (1), Alvarez
(1), Gorbok (1)
Tore für Kiel: Wiencek (9), Bilyk (7), Vujin (4), Rahmel (3), Dissinger (1), Duvnjak (1), Zarabec (1), Nilsson (1)

Die Kieler konnten dank des Hinspiels entspannt nach Ungarn reisen. Die Gäste ließen es zu Beginn der Partie allerdings zu locker angehen. In der achten Minute führte Szeged mit 5:2. Die Halle kochte, die Zuschauer witterten Morgenluft. Doch der THW brachte sie schnell wieder zum Schweigen: Marko Vujin (9.), Christian Dissinger und Ole Rahmel (beide 11.) egalisierten innerhalb kürzester Zeit. Torhüter Niklas Landin war gut im Spiel, das nun hin- und herwogte. Die "Zebras" mussten Schwerstarbeit verrichten, wie so oft tat sich Wiencek dabei besonders hervor: Hinten und vorne - der Kreisläufer traf zum 9:9 (20.).

Mitte der ersten 30 Minuten wurde es wild: Die Osteuropäer führten mit 12:10 (24.), als Domagoj Duvnjak mit seinem Wurf an Keeper Marin Sego scheiterte. Wiencek verhinderte mit einem "Steel" den schnellen Gegenzug, scheiterte aber ebenfalls an Sego. Auf der anderen Seite parierte Landin - aber auch Vujin traf nicht. Nach drei Minuten fiel das Tor: Kiel hatte kühlen Kopf bewahrt - Rahmel verkürzte. Nikola Bylik traf in der 29. Minute wieder zum Ausgleich (12:12). Drei Sekunden vor der Halbzeit erzielte Vujin per Unterarmwurf die erste Kieler Führung.

Wiencek lässt sich von Szeged nicht stoppen

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie härter - es gab einige Zeitstrafen. Als Kiel gerade in Unterzahl spielte, drehte Szeged die Partie, Ivan Srsen traf zum 19:17 (38.). Die Halle war wieder da und stachelte die Hausherren weiter an. Kurz darauf erhöhte Jonas Källman auf drei Treffer (21:18/43.). Doch erneut war es Vujin, der die schnelle Antwort fand, und Bylik verkürzte zum 20:21 (44.). Sie ließen Szeged nicht davonziehen, aber auch immer wieder leichte Gegentore zu - nach dem 21:22 und 22:23 trafen die Ungarn postwendend. Zudem leistete sich Steffen Weinhold innerhalb kürzester Zeit gleich zwei Zeitstrafen. Trotzdem blieb Kiel dran und ging sechs Minuten vor dem Ende durch Wiencek sogar wieder in Führung (26:25). Der 29-Jährige war mit insgesamt neun Toren der Beste auf dem Feld. Das Weiterkommen war besiegelt, und so konnten Gislasons Schützlinge die Niederlage am Ende entspannt zur Kenntnis nehmen.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 01.04.2018 | 23:05 Uhr

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