Magnus Abelvik Röd (l.) und Lasse Svan (r.) von der SG Flensburg-Handewitt im Duell mit Lukas Nilsson von den Rhein-Neckar Löwen © picture alliance/dpa Foto: Uwe Anspach

SG sichert sich im Topspiel in letzter Sekunde einen Punkt

Stand: 13.12.2020 15:14 Uhr

Die Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben im Topspiel beim neuen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen ein 31:31 erkämpft. Der Ausgleich fiel mit der Schlusssirene.

von Hanno Bode

Die SG tat sich in der Anfangsphase im Positionsangriff extrem schwer. Mittelmann Jim Gottfridsson wurde von den Mannheimern gut aus dem Spiel genommen, und von den Halbpositionen konnten die Gäste ebenfalls kaum Druck entwickeln. Während die Schleswig-Holsteiner Löwen-Keeper Andreas Palicka ungewollt warm warfen, bekam auf der Gegenseite Benjamin Buric keine Hand an den Ball. Etwas verwunderlich, dass Flensburgs Coach Maik Machulla bei seiner ersten Auszeit in der elften Minute lediglich das Offensivverhalten seines Teams ansprach: "Es ist alles gut, wir müssen nur ein bisschen mehr Druck in Richtung Tor haben."

Bergeruds Paraden bringen SG ins Spiel zurück

Zu diesem Zeitpunkt lag der Vizemeister mit 3:8 zurück. Der glücklose Buric wurde von Torbjørn Bergerud im Gehäuse abgelöst. Und mit dem Norweger zwischen den Pfosten gelang den Norddeutschen das Comeback. Der 26-Jährige parierte einige Würfe sensationell - darunter einen mit dem Kehlkopf. Ein anderer Schuss landete in seinen Weichteilen. Bergerud hielt jedoch durch und durfte die Fäuste ballen, als Simon Hald zum 11:13 verkürzte (24.). Zwischenzeitlich hatte die Machulla-Mannschaft bereits mit sieben Treffern in Rückstand gelegen (6:13/17.).

Nach dem Zwischenhoch kam aber wieder ein kleines Leistungstief mit denselben Phänomenen wie zu Beginn der Begegnung: schwache Angriffe, zu zaghaftes Deckungsverhalten. So führten die Hausherren zur Pause mit 19:13.

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Flensburg egalisiert mit 7:0-Lauf

Nach der Pause und dem 20:13 durch Jannik Kohlbacher (31.) zeigte Flensburg eine eindrucksvolle Aufholjagd. Mit viel Entschlossenheit und Präzision gelangen den Norddeutschen binnen acht Minuten sieben Tore in Folge. Hald egalisierte in Unterzahl - Johannes Golla saß auf der Strafbank - zum 20:20, sodass die Partie praktisch wieder bei Null begann. Der Gast hinterließ anschließend den etwas frischeren Eindruck und kam mit weniger Aufwand als die Löwen zu seinen Toren - gerade über die Außen.

Bergerud verhindert Entscheidung - Steinhauser eiskalt

Doch die Mannheimer um ihren überragenden Mittelmann Andy Schmid vermochten es durch tolle Einzelaktionen, das Spiel offen zu halten. Fünf Minuten vor Ultimo gelang Marius Steinhauser per Siebenmeter zwar die erste Flensburger Führung in der Partie (29:28), aber Schmid konnte umgehend egalisieren. Danach wurde es hochdramatisch: Uwe Gensheimer brachte die Löwen mit 31:30 in Front (58.), Palicka hielt daraufhin gegen Magnus Röd, sodass Schmid auf der Gegenseite die große Chance besaß, die Mannheimer wieder mit zwei Toren in Führung zu bringen. Er scheiterte an Bergerud.

Die SG hatte einen letzten Angriff und erhielt vier Sekunden vor der Schlusssirene einen Siebenmeter, den Steinhauser an alter Wirkungsstätte (spielte von 2012 bis 2017 bei den Löwen) verwandelte.

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Flensburgs Mads Mensah Larsen (l) und Jim Gottfridsson feiern einen Treffer. © picture alliance/dpa | Axel Heimken

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 13.12.2020 | 23:05 Uhr

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