Stand: 30.03.2020 13:14 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Corona-Krise: Flensburger Handballer in Kurzarbeit

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Rechtsaußen Marius Steinhauser und seine Mannschaftskollegen gehen zunächst bis zum 30. Juni in Kurzarbeit.

Die Spieler der SG Flensburg-Handewitt verzichten auf 40 Prozent ihres Gehalts und haben Kurzarbeit beantragt. Das gelte zunächst bis Ende Juni, wie der deutsche Handball-Meister am Montag mitteilte. "Alle Mitarbeiter sowie Spieler und Trainerteam haben dem Antrag auf Kurzarbeit zugestimmt. Ebenso verzichten die Geschäftsstelle und Geschäftsführung auf einen Teil ihres Arbeitsentgelts", hieß es in der Mitteilung. "Es geht in erster Linie nicht um unsere persönlichen Interessen, sondern um die gesamte SG. Wir haben uns gemeinsam als Mannschaft abgestimmt und uns entschieden, dass auch wir unseren Beitrag leisten möchten, um für die kommenden Jahre Top-Handball in Flensburg zu sichern", sagte SG-Kapitän Lasse Svan.

Der Spielausfall während der Corona-Pandemie macht den Flensburgern finanziell schwer zu schaffen. "Dieser massive Einbruch von Einnahmen stellt die SG Flensburg-Handewitt vor wirtschaftliche Probleme und bedroht die Existenz der SG", informierte der Club. "Es geht längst nicht mehr darum, wie man die Saison abschließt, sondern wann wir uns überhaupt wieder in einer Halle zum Handballspielen treffen können, das was wir alle so sehr lieben", sagte Flensburgs Coach Maik Machulla.

"Solidarität von Fans und Sponsoren ist überwältigend"

Gesellschafter, Partner und Sponsoren sowie Fans üben laut Geschäftsführung ebenfalls Solidarität mit dem Verein. Demnach wollen sie Regressansprüche oder Rückerstattungen von Ticketkosten nicht geltend machen. "Das hohe Maß an Solidarität seitens der Fans und Sponsoren ist überwältigend. Wir werden alles dafür tun, die SG auch weiterhin in sicherem Fahrwasser zu halten", sagte Geschäftsführer Dierk Schmäschke. Man arbeite an verschiedenen Szenarien, "um in jedem Fall die Zukunft unserer SG sicherzustellen".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 30.03.2020 | 14:00 Uhr