Stand: 02.10.2019 21:38 Uhr

THW Kiel zittert sich ins Pokal-Viertelfinale

Patrick Wiencek (M.) und sein THW Kiel wankten in Wetzlar, fielen aber nicht.

Was für ein Handball-Krimi in Wetzlar! Durch einen Treffer von Hendrik Pekeler wenige Sekunden vor der Schlusssirene hat sich der THW Kiel am Mittwochabend beim Bundesligarivalen HSG Wetzlar mit 26:25 (12:14) durchgesetzt und steht im Viertelfinale des DHB-Pokals. Im zweiten Durchgang hatte der deutsche Rekordmeister bereits mit vier Toren zurückgelegen. Niclas Ekberg war mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer beim elfmaligen Pokalsieger Kiel, die zehn Tore von Wetzlars Rückraumspieler Stefan Cavor reichten nicht zum Weiterkommen.

Kiel mit vielen Fehlern, aber Kampfgeist

Die Kieler erwischten zunächst einen guten Start. Trotz eines verworfenen Siebenmeters von Ekberg lagen sie schnell mit 2:0 (4.) vorne und hielten den Zwei-Tore-Vorsprung lange aufrecht (17./7:5). Doch anschließend mehrten sich die Fehler auf THW-Seite, Wetzlar kam immer besser in die Partie, ging in der 23. Minute erstmals in Führung (9:8) und konnte diese bis zur Halbzeit auf zwei Tore ausbauen.

HSG Wetzlar - THW Kiel 25:26 (14:12)

Tore Wetzlar: Cavor 10, Björnsen 4, Rubin 3, Holst 2/2, Ferraz 1, Feld 1, Líndskog 1, Forsell 1, Torbrügge 1, Frend 1
Tore Kiel: Ekberg 6/1, Reinkind 5, Bilyk 5, M. Landin 3, Pekeler 3, Duvnjak 2, Zarabec 1, Wiencek 1
Zuschauer: 3.734

Fünf Minuten nach Wiederbeginn lagen die Gastgeber sogar mit drei Treffern vorne (18:15). Die "Zebras" haderten hingegen mit Lattentreffern und den Paraden von Wetzlars Keeper Till Klimpke. Auf der Gegenseite war Niklas Landin diesmal kein Faktor, für ihn kam Mitte des zweiten Durchgangs Dario Quenstedt. Eine Vorentscheidung schien gefallen, als Nils Torbrügge zum 21:17 für die HSG traf (41.). Doch der THW kämpfte sich mit einem 4:0-Lauf und zweier Quenstedt-Paraden zurück (49./21:21).

Nun wogte die Partie hin und her und stand auf des Messers Schneide. Wetzlar zog wieder weg (50./23:21), Kiel glich durch zwei Ekberg-Treffer wieder aus (54./23:23). THW-Coach Filip Jicha nahm in der Schlussphase immer wieder den Keeper zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld. Eine Taktik, die sich bewährte. "Mit der Art und Weise, wie wir in den letzten 14 Minuten aufgetreten sind, bin ich sehr zufrieden. Klar ist aber auch, dass wir zuvor mit einer unfassbar hohen Fehlerquote Wetzlar wieder ins Spiel gebracht haben", sagte Jicha.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 02.10.2019 | 22:40 Uhr