Stand: 15.12.2019 17:34 Uhr

THW Kiel wieder Erster, Nordhorn verliert unglücklich

von Christian Görtzen, NDR.de

Handball-Rekordmeister THW Kiel kann es in Stuttgart auch souveräner. Zwölf Tage nach dem "Krimi" im DHB-Pokal musste die Mannschaft von Trainer Filip Jicha am Sonntag im Bundesligaspiel zwar lange um den Gewinn der beiden Punkte zittern. Am Ende setzte sich der THW aber recht klar mit 29:21 (13:7) durch. Dank des Erfolges am 17. Spieltag übernahmen die Kieler mit ihren jetzt 26:6 Punkten wieder die Tabellenführung vom großen Rivalen und Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt (26:8). Schlusslicht HSG Nordhorn-Lingen musste sich dagegen bei Frisch Auf Göppingen mit 26:28 (14:16) geschlagen geben, es war die neunte Niederlage in Folge. Nach 17 Partien weist der Neuling die ernüchternde Bilanz von 2:32 Zählern vor.

Landin bringt "Zebras" in die Spur

In Stuttgart avancierte Torhüter Niklas Landin gegen Mitte der ersten Halbzeit zum großen Rückhalt des THW Kiel.

TVB Stuttgart - THW Kiel 21:29 (7:13)

Tore Stuttgart: Zieker (8/7), Faluvegi (3), Markotic (3), Peshevski (2), Weiß (2), Wieling (1), Späth (1), Häfner (1)
Tore Kiel: Ekberg (10/5), Duvnjak (4), Wiencek (3), Pekeler (3), Weinhold (2), Reinkind (2), Rahmel (1), Jacobsen (1), Dahmke (1), Bilyk (1), Zarabec (1)
Zuschauer: 6.211

Zwölf Minuten lang gelang es den Gastgebern nicht, den 30 Jahre alten dänischen Weltmeister im THW-Gehäuse zu überwinden. Landin bekam immer wieder seine Hände an den Ball. Er legte mit seinen Paraden die Basis dafür, dass es nach 22 Minuten 9:5 für den Titelanwärter hieß. Kiel ging schließlich mit einem vermeintlich beruhigenden 13:7 in die Pause.

THW nach Auszeit wieder konzentriert

Doch wie schon am Donnerstagabend in der Partie bei den Füchsen Berlin leistete sich der THW erneut viele Fehler - und wieder einmal schmolz ein deutlicher Vorsprung Tor um Tor.

THW-Profi Patrick Wiencek zu Gast im Studio

Am 22. Dezember um 23.05 Uhr zu Gast im NDR Sportclub: Handball-Nationalspieler Patrick Wiencek vom THW Kiel.

In Berlin verloren die "Zebras" nach einer Fünf-Tore-Führung noch die Partie, in Stuttgart hieß es nach 42 Minuten nur noch 18:17. Jicha reagierte, nahm eine Auszeit und redete lautstark auf seine Spieler ein. Mit Erfolg: Die "Zebras" agierten danach wieder entschlossener und bauten ihre Führung trotz der dritten Zeitstrafe und damit der Roten Karte für Steffen Weinhold (50.) wieder aus. Nach drei Treffern in Folge von Niclas Ekberg hieß es 26:20 für die Kieler, bei denen Dario Quenstedt im Tor Landin ersetzt hatte (51.). Der Gewinn der beiden Punkte geriet nicht mehr in Gefahr.

HSG Nordhorn-Lingen leistet viel Gegenwehr

In Göppingen sah es nach neun Minuten danach aus, als sollte dem Tabellenletzten HSG Nordhorn-Lingen eine ordentliche Abreibung drohen.

Frisch Auf Göppingen - HSG Nordhorn-Lingen 28:26 (16:14)

Tore Göppingen: Schiller 7/2, Sliskovic 7, Bagersted 4, Kozina 4, Kneule 2, Sörensen 2, Theilinger 2
Tore Nordhorn: Possehl 6, Mickal 5, R. Weber 5/2, Pöhle 4, De Boer 2, Miedema 2, Heiny 1, Leenders 1
Zuschauer: 3.900
Strafminuten: 2/12

Das Team aus der Grafschaft Bentheim lag mit 2:6 hinten, wirkte orientierungslos. HSG-Trainer Geir Sveinsson nahm eine Auszeit, um seine Spieler neu zu instruieren. Das gelang: Die Norddeutschen zeigten einige sehr gute Spielzüge, etwa einen von Pavel Mickal erfolgreich abgeschlossenen Kempa-Trick, und verkürzten durch Julian Possehl auf 9:10 (19.). Georg Pöhle glich wenig später gar zum 12:12 (23.) aus. Mit einem 14:16 ging es in die Pause.

Auch im zweiten Abschnitt leisteten die Norddeutschen den heimstarken Göppingern viel Gegenwehr. Mickal glich zum 23:23 (52.) aus. Doch in der "Crunchtime" unterliefen den HSG-Spielern, wie schon des Öfteren in dieser Saison, durch überhastete Aktionen technische Fehler. Die Gastgeber setzten sich so wieder ab und gewannen schließlich mit 28:26. Nordhorn hatte eine weitere bittere, unnötige Niederlage kassiert.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 15.12.2019 | 18:25 Uhr